Manchmal denke ich, ich sollte einen Blog darüber schreiben, wie und wo ich überall und das ganze Jahr alles Mögliches zum Essen anbaue. Es gibt das ganze Jahr etwas frisches aus dem Garten, Gewächshaus und/oder Balkon. Auch jede Menge Beerensträucher und Obstbäume gibt es in unserem Stadtgarten. Die Nachbarn profitieren auch davon, weil es oft zu viel und gut wächst.

Heute morgen habe ich mir körnigen Frischkäse mit Schnittlauch (ich setze überall Steckzwiebeln), Rauke, Dill und Rasiesschenblätter zubereitet.

Hier Steckzwiebeln, Radiesschen, Dill und Rauke im Gewächshaus. Dahinter in der schwarzen Kiste wachsen vorgezogene Gurken
Balkonkisten habe ich mit Steckzwiebeln ind mit im November ausgesäten Asiasalat bepflanzt. Asiasalat funktioniert gut bei kühlerem Wetter
Diese Naschkiste habe ich im Wintergarten vorgezogen. Rauke, Dill und Steckzwiebeln. Ruhig schon die kleinen Blätter ernten, das regt das Wachstum an
Auch große Pflanzgefäße werden mit Grünzeug bepflanzt (anfang März unter Anzuchtlampe vorgezogen)
Auch im Garten habe ich einige etwas erhöhte Pflanzbeete aufgebaut. Da ich eigenen Komposthaufen habe, kann ich die Erde jedes Jahr damit düngen. Die untere Schicht ist zu 1/3 mit  Gehölzschnitt und abgeschnittene Staudenreste befüllt. Nichts wird aus diesem wegtransportiert. Ein schöner Kreislauf mit viel Natur sorgt für natürlichen Gleichgewicht. Zu Schnecken schreibe ich etwas später.

Im Vordergrund sind Monatserdbeeren, verschiedene Lauchsorten. Es kommen auch Krokkusse und Tulpen durch. Hinten habe ich schon Kartoffeln gesetzt und etwas Möhren und Grüne Erbsen ausgesät.

2 andere Hochbeete, hinten am Zaun wachsen Stachlbeeren, Johannisbeeren, stachellose Brombeeren, eine Mirabelle und Kirschen, die auf dem Foto nicht zu sehen sind.

Hier entsteht eine Minioase mit einer Sitzbank aus wiederverwendeten Materialien. Ein Bücherschrank ist auch noch in Arbeit. Die Garagenwand wird von einem Grafitikünstler angesprüht. Das aus Holz gebaute ist auch aus Holzreste gemacht. Die Trittplatten sind abgeschlagene Betonplatten, was gar nicht auffällt, dass das Beton ist. So kann man schnell und günstig eine zugewucherte Fläche zu einer kleinen Oase umwandeln.

Für die Bepflanzung habe ich heimische Waldgräser und -stauden, die für Insekten gut sind, ausgesucht. Wenn der Bücherschrank gebaut und aufgestellt ist, kann sich hier jeder Mensch hinsetzen und entspannen, ein Buch anschauen oder mitnehmen oder einen netten Gespräch führen. Solche Orte zum Aufhalten brauchen wir mehr. Schön dass es Menschen gibt, die das selber in die Hand nehmen und einfach machen!

Im Klimagarten war NDR Fernsehteam, und es wurde 3 Stunden lang gedreht. Das Ergebnis wird am So, den 14.04.2024 um 17:00 bei NDR gezeigt. Der Klimagarten wird von Bingolotorie Überschüsse gefördert. Deshalb kommt der Garten der Klimazone Findorff in einer Bingo Sendung vor. Ich bin total auf den Beitrag gespannt! Es hat viel geregnet, die Zeit verflog, und wir hatten viel Spaß.

Übrigens, es können sich die an der außerschulischer Umweltbildung interessierten Schulklassen bei der Klimazone über die E-Mail oder per Telefon (www.klimazone-findorff.de) melden und einen Termin für den Besuch im Garten vereinbaren!

Leider gibt es keinen Foto, wie es vorher aussah. Der Garten hat eine große Terrasse am Haus, die in 80er gebaut wurde und so erhalten bleiben sollte. Der Rest des Gartens ging abschüssig nach hinten, es gab einen großen Kirschlorbeer direckt an der Terrasse, der 1/4 der Grünfläche eingenommen hatte. Die Beete hatten einen Randstein, dass auf den Fotos zu sehen ist. Der Wunsch war, unten eine ebene Fläche zu haben, wo man sich auf dem Rasen hinlegen oder man im Schatten der Bäume an einem kleinen Tisch hinsetzen kann.

Die Idee den Garten in zwei Ebenen einzuteilen gefiel allen sehr. Mein Kollege Lutz Evers hat schöne Trockenmauerbeete aus Sandstein gebaut und temporäre Trittplatten in die Stufen hineingelegt, weil es die richtigen nicht mehr gab. Wenn diese ausgetauscht sind, wird ein Kriechthymian dazwischen gepflanzt.
Die Bepflanzung ist insektenfreundlich und trotz der kleiner Fläche bunt. Es soll immer etwas blühen. Vorne an der Terrasse sind Kräuter für die Küche eingepflanzt
Die Grenze zum Nachbarn ist locker gestaltet. Das Olivenbäumchen war ein Geschenk, und hat ungeschützt im Korbgeflecht den Winter überstanden. Deshalb haben wir ihn in das Hochbeet eingepflanzt.
Hinter dem Garten gibt es einen Weg, wo man durch die Sträucher noch reinschauen kann.

Alternativer Tannenbaum

Dezember 15, 2023

Im Herbst werden Bäume und Sträucher zurückgeschnitten, und es gibt viel Bastel- und Baumaterial für verschiedene Sachen. Meine Nachbarin hat einen Adventskalender gebastelt. Ein anderer Nachbar hat in seiner Parzelle einen Tannenbaum gefällt und die Zweige davon an die Nachbarn verteilt. So kam ich auf die Idee einen Tannenbaum zu basteln. Hier sind die Fotos vom Ergebnis.

Haselnusszweige in entsprechende Längen geschnitten, mit einem Schnitzmesser die Stellen, wo der Seil umgebunden wird, von Rinde befreit. Mit einem festen Seil verbunden. Dieses Gerüst kann man auch als Adventskalender verwenden (Säckchen darauf hängen, mit einer Lichterkette verschönern)
Tannenzweige werden mit einer guten Gärtnerschere in richtige Längen geschnitten. Man braucht noch einen Draht zum Befestigen und eine Zange zum Abkneifen.
Das Ergebnis ist ziemlich schwer geworden. Deshalb verwendet man einen festen und reißfesten Faden bzw. einen Seil. Meins hängt jetzt noch ungeschmückt
draußen an der Hauswand.

Schon wieder Herbst

November 2, 2023

Die Gräser sind besonders schön im Herbst. Im Vordergrund sind die Stämme einer Felsenbirne.
Es ist Zeit Kompost aufzuräumen! Alles was verrotet ist, wird umgegraben, gesiebt und auf die Beete im Garten verteilt. Das zum Teil verrottete in Schichten mit Grasschnitt, Küchenabfälle und Laub zu einem neuen Haufen gestapelt.
Die Pflanzen werden geliefert.
Da die Erde komplett umgegraben und mit Kompost angereichert wurde, muss man das Pflanzloch nicht so groß ausgraben. Sonst wird dieser doppelt so tief und breit wie der Ballen ausgehoben, damit die Erde locker ist. Der Wurzelballen wird übrigens aufgelockert, damit die Pflanze besser anwachsen kann.
Es werden viele neue Gärten geplant und gezeichnet.
Herbst ist eine gute Zeit für Neubepflanzungen

Seit Dezember 2022 habe ich die Leitung eines neuen Projektes im Klimagarten der Klimazone Bremen-Findorff übernommen. Das Projekt „Stadtteilgärtnern mit Kindern“ ist in Mai abgelaufen, wir werden aber weiter das Gemüse in den Hochbeeten ziehen und dies als Bildungsmaßnahme weiter den Kindern und auch den Erwachsenen beibringen. Das schöne ist – es haben die Wildbienen in unseren Hochbeeten überwintert – direkt in der Erde!

Das neue Projekt heißt „Insekten – kleine Helden im Klimagarten“ und wird ebenfalls über Umwelt Bildung Bremen (Bingo Lotorie Überschüsse) gefördert. Nach dem ich im Dezember einen genauen Gestaltungskonzept geschrieben habe, haben wir schon im Januar angefangen das erste Beet aus Weidengeflecht zu bauen.

Die ersten Schritte. Die kleinen Pfäler sind vom Haselnusstrauch. Die Weidenzweige schlagen sofort aus und wachsen kräftig weiter, weshalb sie dafür nicht geeignet sind.
Mit Sand befüllt, etwas mit Totholz gestaltet und mit insektenfreundliche Wildstauden bepflanzt.
Die ersten Wildbienen sind schon in März wach gewesen
Später haben die Kinder etwas Lehm (Baumaterial für die Insektennester) im Beet verteilt
Das Sandbeet fügt sich wunderbar im Klimagarten ein, und die ersten Wildbienen sind schon am Nisten

Dieses Sandbeet hat mehrere Vorteile. Es geht einfach – der Sand wird in Maximal 20 cm Höhe direkt auf dem Rasen aufgeschüttet. Man kann eine Umrandung aus Holz, Stein und andere Materialien bauen, muss man aber nicht. Die Stauden werden eingepflanzt und die ersten Wochen jeden Tag gegossen, bis sie die Wurzeln bis in die tiefere verrottende nährstoffreiche Schicht schlagen. Ab dann funktioniert das Beet total gut. Der Sand isoliert bei der Hitze, es wächst wenig Wildkraut durch. Wenn man Totholz, Steine, Lehm oder auch Weidengepflecht in die Gestaltung einbezieht, sieht das nicht nur gut aus, es finden viele Insekten Nistmöglichkeiten, und das Futter ist vor Ort. Leider verhindert das Sand nicht ganz die Nacktschneckenbesuche.

Wir freuen uns auf viele Besucher dieses Jahr. Es gibt 2 x in Monat Familienaktionen (es kann jeder kommen, auch ohne Familie), immer Freitags ab 16 Uhr. Die Schulklassen können über Klimazone Bremen-Findorff einen Besuchtermin vereinbaren, ob Eltern-Kind Nachmittag oder vormittags – alles ist möglich! Alle aktuellen Termine findet man auf der Homepage der Klimazone Findorff: http://www.klimazone-findorff.de

Am 13. Juni 14:00-16:00 ist der Garten in Rahmen „Tag des offenen Gartens“ für alle Interessierte geöffnet. Die Adresse ist:

Ahnewehrweg 12, 28215 Bremen

Gerne mit dem Fahrrad kommen – es gibt keine Parkmöglichkeiten. Es fahren noch zwei Buslinien hin, die 25 und 27, jeweils Endhaltestelle. Von dort aus ist der Garten leicht zu Fuß zu erreichen.

Garten in Mai

Mai 8, 2023

So haben unerwünschte Pflanzen keine Chance

Normalerweise ist der Boden von Natur aus im Frühling zugedeckt mit verschiedene Pflanzen, die diesen buchstäblich beschützen und füttern. Viele Gartenbesitzer reißen diese Pflanzen heraus. Hier habe ich die Natur etwas nachgemacht, nur mit Kulturpflanzen. Hier braucht man nicht mehr zu jäten, nur etwas aufräumen, höchstens 10 Minuten im Juni. Dann nochmal Ende August und im November. Die abgestorbene Pflanzenteile lase ich unter den Pflanzen, wo man sie nicht sieht, liegen. So trocknet der Boden nicht se schnell aus und bekommt Nährstoffe. Von abgestorbenen Pflanzenteile ernähren sich viele Insekten, Würmer und Nacktschnecken, es wird zum Hummus mit der Zeit.

Schöner Rhododender mit Waldmeister, beides wiederverwendet
Das Essbare lässt sich prima mit Blühstauden kombinieren
Der Günsel hat sich zwischen Betonsteine ausgepflanzt

Ich war gerade im Garten, den ich letztes Jahr geplant und bepflanzt habe. Die Gartenkollegen von Firma Baumrausch haben den Garten gebaut. Wenn man die Fotos neben einander hält, fällt es sehr stark auf, wie groß der Unterschied ist und was man machen kann. Es gibt fast keine Grenzen.

So sah der Garten vorher aus
Nach dem ich den Gartenplan gezeichnet habe, wurden paar Kleinigkeiten geändert und der Garten gebaut. Es hat 2 Monate gedauert
Die Arbeit hat sich gelohnt. An der rechten Seite ist ein vertikales Beet mit leckeren Salate, Kräuter und Gemüse. Darin ist eine Tröpchenbewässerung integriert

Die Natur im Frühling

März 29, 2023

Gerade im Frühling, wo die Natur wach wird, ist es sinnvoll diese sehr genau zu beobachten. Es summt und brummt überall, ab und zu hüpft ein Insekt weg, die Schmetterlinge fliegen, die Pflanzen blühen, die Vögel spielen und singen und es fallen die Moose und die Flechten auf, die sonst bei dem ganzen Sommergrün irgendwie mit der Landschaft verfließen und nicht auffallen.

Unser Wald ist sehr wichtig, besonders der natürliche. Wo der Mensch in die Natur eingreift und denkt, dass er es besser weiß, funktioniert das nicht so gut. Man sollte zwischen den Städten eine gewisse Fläche Naturwald wachsen lassen, wo keine Bäume gepflanzt, entfernt oder sonst eingegriffen werden sollte. Nur die Wege dadurch, damit die Menschen dort spazieren oder mit dem Fahrrad fahren können, sollten eingerichtet werden. Dann würde unsere Luft und dadurch unsere Gesundheit besser werden. Ein kleiner aber wichtiger Teil für unser Wohlergehen.

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