Gartenpflege

Mai 16, 2020

Diesen Garten habe ich vor 1,5 Jahren angelegt und pflege den einmal in Monat. Es ist schön zuzusehen, wie der Garten sich entwickelt. Ich lasse viele wild ausgesähte Pflanzen stehen. Diese ergänzen die Beete, und es blühen immer irgendwelche Pflanzen. Was ich beobachtet habe, die Insekten und die Raupen fressen vorzugsweise die wilden Pflanzen, und sie überleben das!

Dieser Garten sollte komplett umgestaltet werden, aber die Pflanzen, die sich von Natur aus dort ausgesät haben, mussten erhalten bleiben. Erst habe ich einen Gestaltungsplan gezeichnet. Im November fand der Umbau statt. Ich werde im Frühjahr einige naturnahe Stauden und Sträucher pflanzen. Die Pflanzen, die auf den Fotos zu sehen sind, sind alle aus dem Bestand, fast alle umgepflanzt und kräftig zurückgeschnitten. Zusätzlich habe ich 500 Blumenzwiebeln gesetzt.

Bei der Umsetzung hat mir Kollege Lutz Evers geholfen. So sieht es im hinteren Teil aus:

Im Vorgarten und an der Hauswand:

Schönere Fotos kommen noch;)

 

Am Di., den 25. September um 19:00 halte ich den Giftpflanzenvortrag in den Räumlichkeiten von FiF (Cafe) in der Herbststrasse 83, 28215 Bremen. Ich habe in Findorff Plakate ausgehängt und dabei festgestellt, dass ich die falsche Adresse geschrieben habe… Wer also hier liest, liest das Richtige!

Es geht darum, dass wir Erwachsene erst die Giftpflanzen erkennen und wenn nicht, wie verhalten wir uns dann den Kindern gegenüber. Ich werde einiges erzählen, giftige Pflanzen zeigen und auch mit deren Heilwirkung auseinandersetzen. Zum Schluß diskutieren wir, weil eben jeder Mensch und auch jedes Kind anders ist;).

Ich freue mich auf euch!

efeu

In diesem Frühling fange ich wieder an, die Vorträge über Giftige Pflanzen im Garten und Kinder in Bremer Kindergärten anzubieten. Dieser Vortrag ist für Erzieher, Eltern und Großeltern geeignet.

Wir werden Giftpflanzen besprechen und uns auch mit deren Heilwirkung auseinandersetzen. Der Schwerpunkt dabei ist, wie verhalte ich mich und wie bringe ich es dem Kind bei damit umzugehen. Sollen wir alle giftigen und dornigen / stacheligen Pflanzen aus dem Garten entfernen oder uns selbst und den Kindern die Pflanzen erklähren oder einfach stehen lassen? Was tun wir in dem Fall, wenn das Kind eine Giftige Pflanze isst (oder Verdacht darauf besteht)? Die und andere Themen werden diskutiert und wichtige Infos mitgegeben.

Bei Interesse sprechen Sie mich bitte an! Der erste Vortrag findet in den Räumlichkeiten von Kindergruppen Regenbogen in Findorff am 21.März um 20:00 statt.

Die Veranstaltung ist kostenlos, es wird aber um Spenden gebeten.

Tag 1:

Angekommen und sofort losgelegt. Mir hilft mein Kollege Lutz Evers mit seinem Team.

Alte Vegetation wird komplett entfernt und weggefahrenEs entstehen dabei ein paar Haufen

Die bestehende Vegetation wird entfernt.

 

Tag 2:

Ich trage schon den Mutterboden aufwas alles der Bambus anrichten kann

 

 

 

 

 

 

 

Es wird weiter aufgeräumt und entfernt. Ich trage schon den Mutterboden auf. Der Bambus war nur bedingt eingegrentzt. Leider mussten wir die Terrassenplatten und die Steine vom Gehweg teilweise rausnehmen und neu verlegen.

HausseiteAuch an der Hausseite und vorne haben wir alles entfernt.

 

 

 

 

 

 

 

Tag 3:

Ich pflanze die Gehölze einDie Rasenmähkante ist auch bald fertig

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe die Gehölze geliefert und diese schon eingepflanzt. Die Rasenmähkante ist noch nicht fertig, hier und da liegt noch ein Haufen Gartenabfall. Sieben Tonnen Erde ist noch unterwegs.

 

Tag 4:

Die Stauden werden gepflanztFast fertig

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe die Stauden geliefert und eingepflanzt. Mein Kollege Lutz Evers hat die Trittplatten verlegt. Es wird immer wieder Gartenmüll weggebracht, die Erde verteilt und die Bambuswurzeln entfernt.

 

Tag 5:

Rollrasen wurde angeliefertAls letztes kommt der Rollrasen. Leider habe ich kein Foto mit fertig verlegtem Rollrasen gemacht:(. 20:00 Feierabend und Wochenende!

Natürlich gewachsene Wiese im zweiten Jahr

Natürlich gewachsene Wiese im zweiten Jahr

Erst wollte ich die natürliche Vegetation „Ökowiese“ nennen, aber dies ist mittlerweile ein Modewort und letztendlich nichts anderes als ein natürlicher Prozess. Letztes Jahr wuchsen hier Kirschlorbeer (mehr als 3 m hoch), Hasel und andere Große Sträucher. Als die Wurzeln ausgegraben waren, haben wir dort keinen Rasen ausgesäht, sondern die freie Fläche sich selbst überlassen. Dies ist das Ergebnis: Nach kurzer Zeit siedelten sich einjährige und ein paar mehrjährige Pflanzen an, später kamen weitere mehrjährige Pflanzen dazu. Ein Jahr später wächst hier einjähriges Springkraut, die restlichen Pflanzen sind mehrjährig.

Ich bevorzuge die natürliche Vegetation statt Rasen nicht weil dies heutzutage aktuell ist, die Gärten ökologisch zu gestalten, sondern weil ich mit diese Form ausschließlich gute Erfahrungen gemacht habe.

Schöne Blumen, geringer AufwandDie Gründe hiefür sind:

1) es ist einfach – man braucht nur die Erde zu begradigen und warten (kein Gießen, kein unerwünschtes Kräuter-Jäten, geringe Investitionen)

2) es gibt immer schöne Überraschungen (bunte Blumen, robuste Vegetation)

3) der Pflegeaufwand ist gering (selten mähen, kein Gießen)

Bei Interesse biete meine Erfahrungen für die Gestaltung natürlicher Gärten gerne an.

Gartenarbeit

April 19, 2014

Abgesägte Weide Zum Schreiben komme ich selten im Frühling… Heute habe ich ein bisschen in einem Garten aufgeräumt. Dieser Garten wurde dannach viel heller und größer. Wie der später umgestaltet wird, muss ich noch überlegen. Erst habe ich zusammen mit dem Besitzer die alten Sträucher, Efeu und die große Weide abgesägt, damit mehr Licht in dem Garten reinkommt. Der Zaun soll auch neu gemacht werden. Jetzt werde ich eine Skizze zeichnen, dann kann es mit der Gartenarbeit weiter gehen.

Alternative zum Adventskranz

November 27, 2011

Dieses Jahr wollte ich keinen traditionellen Anventskranz binden. So bin ich in unser Garten  gegangen und habe dort die Beeren der Stechpalme (Ilex aquifolium) und ein paar Zweige vom Buchsbaum (Buxus sempervirens) abgeschnitten. Die Tannenzweige habe ich aus dem Park geholt (einen von der Gemeinen Fichte (Picea abies) und einen von der Weisstanne (Abies alba)).

Anschliessend habe ich die Zweige in kleinere Einheiten geschnitten (bis ca. 6 cm lang) und sie dann auf einem silbernen Tablett zwischen 4 unterschiedlich große Kerzen angeordnet. In die Tannen habe ich Ilexbeeren und Buchsbaumzweige gesteckt. Dabei habe ich viel weniger Material gebraucht als für den traditionellen Adventskranz im vorherigen Jahr.

Wenn ich Gärten für Kunden plane oder sie berate, fällt es mir leicht über giftige und ungiftige Pflanzen zu reden. Manche Menschen wollen giftige Pflanzen nicht in ihren Gärten sehen. Die Großeltern sind die schlimmsten – sie sagen: „Ich bekomme einmal pro Monat Besuch von meine Enkelkinder, und ich habe gehört, dass diese Pflanze giftig ist. Ich möchte sie nicht in meinem Garten!“  Dabei gibt es auch viele Pflanzen, die giftige Stoffe enthalten und die wir uns aus unseren Gärten nicht wegdenken können,  zum Beispiel ist dies bei Buchsbaum oder bei der Kartoffel der Fall.

Meiner Meinung nach ist es die Aufgabe der Eltern und Großeltern, den Kindern beizubringen, welche Pflanzen giftig sind und welche ungefährlich, bevor man sie rausreißt. Grundsätzlich ist es scheinnbar einfacher einen „kindersicheren“ Garten zu bauen, als den Kindern den Umgang mit den Pflanzen beizubringen. Aber es lohnt sich, den Kindern genau dies näher zu bringen!  Kinder sind neugierig und möchten vieles erfahren, sie saugen Wissen auf wie ein Schwamm und finden es spannend, wenn man ihnen über einzelne Pflanzen neues erzählt. Sie werden dadurch auch später vorsichtiger und selbständiger im Umgang mit der Natur.

In unserem eigenen Garten wächst überall Fingerhut (Digitalis purpurea), der 2007 als Giftpflanze des Jahres gekröhnt wurde. Alle Pflanzenteile sind hochgiftig, besonders die Blätter. Es gibt leider viele Pflanzenarten, die giftig sind. Eine Vergiftung kann dadurch eintreten, dass das Pflanzenmaterial durch den Mund in den Verdauungstrackt gelangt. Manche Pflanzen können auch durch Berührung zu Hautirritationen führen. Vergiftung durch Pflanzensaft bei Berührung kann bei nur wenigen Pflanzen wie z.B. Eisesnhut auftreten (Taubheitsgefüll). Hier nenne ich nur ein paar Beispiele von Pflanzen, die sehr oft gepflanzt werden und giftige Pflanzenteile enthalten:

  • alle Pflanzenteile: Buchsbaum (Buxus sempervirens), Christrose (Helleborus niger), Efeu (Hedera helix), Eisenhut (Aconitum napellus), Goldregen (Laburnum anagyroides), Rhododendron (Rhododendron spp.), Rittersporn (Delphinium elatum)
  • Blätter: Alpenveilchen (Cyclamen spp.), Holunder (Sambucus spp.), Kirschlorbeer (Prunus laurocerassus), Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Samen: Apricose (Prunus armeniaca), Blauregen (Wisteria sinensis), Kirschlorbeer (Prunus laurocerassus)
  • Blüten: Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Blätter, Zweige: Aubergine (Solanum melongena), Dieffenbachien (Dieffenbachia spp.), Eibe (Taxus baccata), Holunder (Sambucus spp.), Kartoffel (Solanum tuberosum), Oleander (Nerium oleander), Tomate (Solanum lycopersicum)

Bei meinem eigenen Kind muss ich allerdings derzeit noch mehr aufpassen als erklären, da mein Sohn  noch sehr klein ist. Aber das ist nicht nur im Garten der Fall, sondern z.B. auch im Haus, am Wasser, auf dem Spielplatz oder auf dem Balkon. Die Babys verstehen noch nichts, sie forschen, und das erste Sinnesorgan ist die Zunge – sie stecken alles in den Mund und dabei muss man so oder so sehr aufpassen. Das gilt für alles im Garten, nicht nur die Pflanzen.

Wenn Sie in Ihrem eigenen Garten bedenken haben und nicht wissen, ob bestimmte Pflanzen schädlich sein können, berate ich Sie dazu gerne.

Letzte Woche war ich im Bremer Botanischen Garten, in dem auf einer Fläche von ca. 46 ha ein Rhododendronpark eingerichtet wurde (dieser ist älter als der Botanischer Garten selbst). Es waren so viele Besucher dort, dass ich ein wenig Schwierigkeiten hatte, mit meinem Fotoaparat durch die Menschenmenge durchzubrechen um Fotos ohne Menschen zu machen.

1933 begann das Gartenbauamt Bremen (heute Stadtgrün Bremen) im Bremer Stadtteil Horn-Lehe den Rhododendron-Park anzulegen unter anderem nach Plänen von Gartenbaudirektor Richard Homann. Auf dem Gelände wuchsen noch im Jahr 1890 als Wildpark gepflanzte Bäume wie Eichen, Eschen, Buchen und Fichten, die auch heute den Schutz für Rhododendron anbieten . Es handelt sich hier um eine Parkanlage, die als Artenreichste in ganz Europa gilt. Er wird seit Ende des Zweiten Weltkriegs als Prüfungs- und Sichtungsgarten für Rhododendron entwickelt. Zusätzlich ist der Rhododendronpark mit “Botanica”, eine sehr große Gewächshausanlage mit erdteilbezogener Gestaltung bereichert worden. Dort sind nicht winterharte Rhododendron zu sehen. In der Mitte der Parkanlage liegt der Botanische Garten, der sich von 1905 bis 1935 am Osterdeich befand. Dannach wurde dieser neben den Rhododendron-Park verlegt. Der Botanischer Garten wurde erst 1950 komplett fertig gestellt.

Der botanische Name Rhododendron leitet sich aus den griechischen Wörtern für Rose (rhodos) und Baum (dendron) ab. Sie sind seit mehr als 300 Jahren in Europa bekannt. Die Gattung gehört zur Familie der Ericaceae (Heidekrautgewächse). Es gibt 1300 Sorten weltweit, und die einheimischen Arten in Deutschland sind Rh. ferrugineum, Rh. groenlandicum, Rh. hirrsutum, Rh. lapponicum und Rh. tomentosum. Es gibt mehrere Versuche Rhododendron zu systematisieren. Derzeit ist eine Einteilung in folgende Rhododendron-Gruppen üblich:

  • großblumige Rhododendron – Hybriden
  • kleinblumige Rhododendron – Hybriden
  • Rhododendron Wildarten und verwandte Hybriden
  • sommergrühne Rhododendron – Hybriden
  • Rhododendron Insigne – Hybriden
  • Rhododendron Repens – Hybriden
  • Rhododendron Wardii – Hybriden
  • Rhododendron Williamsianum – Hybriden
  • Rhododendron Yakushimanum – Hybriden
  • Japanische Azaleen
  • Indische Azaleen (Topfazaleen)
  • Rhododendron des Subgenus Vireya

Ich empfehle allen nach Möglichkeit einen Besuch im Rhododendron-Park zu machen. Die Region um Bremen und Oldenburg hat sehr viele Baumschulen, die Rhododendron züchten und ziehen. Es gibt hier auffällig viele Rhododendron in Gärten, besonders schön zu sehen waren sie in den Gärten in der Nähe des Rhododendron-Parks, die selbst viele blühende Rhododendron beinhalten. Letztes Jahr waren wir auf der Messe RHODO (ich zitiere: die grösste Rhododendronschau Europas) in Westerstede. Ein schönes Städtchen, mit schöne Rhododendron in Privatgärten. Die RHODO an sich hat uns aber sehr enttäuscht. Der Großteil der Messe bestand aus einer Gewerbeschau, die mit den Pflanzen an sich oft nur indirekt etwas zu tun hatte.

Insgesamt ist es also deutlich sinnvoller den kostenlosen Rhododendron Park in Bremen während der Blütezeit zu besuchen (allerdings kostet der Zugang zur BOTANICA Eintritt), als das Eitrittsgeld für die alle vier Jahre stattfindende RHODO auszugeben.