Wie bei Oma

Juni 4, 2020

Als die Zweige der roten Johannisbeere auf dem Boden lagen, musste ich tatsächlich an meine Oma denken. Bei ihr wurden alle Beerensträucher schon bevor sie blühten mit einem Konstrukt aus herausgeschnittenen Zweigen / Ästen zusammengesteckt. Das ganze ohne Nägel oder Sonstige Hilfsmitteln. So habe ich Zweige einer Weide abgeschält, damit sie nicht treiben und zurechtgeschnitten. Man braucht 4 Stück in etwa 60 – 70 cm Länge geschnitten, die eine Astgabelung gaben, wo man später 4 längere darauflegen kann (Stützfunktion). Die Stützpfosten werden unten mit einer Axt spitz gemacht, damit man die mit einem Gumihammer gut in den Boden reinschlagen kann. Gumihammer ist schonender als ein Hammer aus Metall. Man richtet die Astgabelung in etwa 45 Grad, damit es passt. Und dann bleibt nur die 4 Queräste daraufzulegen, und fertig ist das einfache natürliche Konstrukt.

Scharbokskraut

März 25, 2020

Dieses wunderbare Kraut bedeckt den ganzen Boden im Frühling besonders gut unter der Bäume. Wer einen naturnahen Garten besitzt ist glücklich darüber. Keine nackte Erde, es ist gleichmäßig gewachsen und man kann die Blätter sogar bevor die Pflanze blüht (später giftig!) essen. Bald verzieht sich die Pflanze und lässt anderen Pflanzen Platz zu wachsen. So bleibt der Garten spannend, und im nächsten Frühjahr taucht das Scharbokskraut vielleicht an andere Stellen im Garten auf.

Schattengarten

Juli 4, 2019

Ich finde, man kann schöne und prachtvolle Sonnengärten gestalten, ein Garten im Schatten ist dafür viel spannender. Man geht in diesem auf Entdeckungsreise, man bleibt stehen, man sucht unbewusst nach Etwas und man findet es! Der Sonnengarten ist dafür schön und löst positive Emotionen aus. Am besten man hat beides in eigenem Garten.

Mein Buchsbaum

Februar 28, 2019

Neulich wurde ich gefragt, was aus meinem Buchsbaum geworden ist… Dann schreibe ich die Antwort direkt hier. Er sieht ziemlich ramponiert aus:

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Wie bei vielen Gartenbesitzern, wurde auch mein Buchsbaum vom Buchsbaumzünsler befallen. Andere Buchsbäume (eine witzige Hecke vom Vorbesitzer, die ich eigentlich behalten wollte) hat der wahrscheinlich aus Asien eingeschleppter Schädling vernichtet.

Ich werde im März den Buchsbaum etwas stärker zurückschneiden und nach überwinternden Buchsbaumzünsler suchen. Leider ist dieser schwer zu entdecken. Frisst nicht nur Blätter und Neuaustrieb, sondern knabbert auch die Rinde an. Fängt versteckt in der Mitte des Strauches an zu fressen. Man bemerkt ihn oft erst gar nicht, so hat er Zeit sich wiederholt zu vermehren.

Ansonsten hat der Strauch paar Katzenkämpfe und Klettereien der Kinder überstanden. Ich habe Stauden ausgepflanzt, die mit der schattigen Lage und Trockenheit gut auskommen. Erst werden aber die Zwiebelblumen blühen (Tulpen, Narzissen, Riesenlauch).

Noch ein Blumenbeet

September 29, 2016

Nach der Pause

September 29, 2016

Schon wieder ein Jahr Elternzeit vergangen. Zwischendurch habe ich auch ein paar Kleinigkeiten gemacht (Blumenbeete bepflanzt, Gartenberatung durchgeführt, ein wenig Gartenpflege…). Hier sind 2 Fotos von einem Beet mit Waldcharakter. Später werde ich dort noch eine Heidefläche mit Bergkiefern pflanzen. Die Fläche ist relativ groß, was auf diesem Foto nicht sichtbar ist. Zur Zeit liegt dort Bauschutt, der erst entfernt werden muss. Das wollte ich jetzt nicht fotografieren.

April

Beet in April

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Paar Wochen später

Buchsbaum Fortsetzung

März 10, 2015

Buchsbaum, März 2015So sieht mein Buchsbaum jetzt aus. Ich habe etwas Erde mit Humus aus einem See in Lettland aufgebracht und Katzenminze dazu gepflanzt.  Meine Katze hat sich sofort auf die Katzenminze gestürzt. Vor etwa 10 Jahren habe ich in einer Staudengärtnerei gefragt, was die Staude mit der Katze zu tun hat. Mir wurde geantwortet: „Nichts!“ Man kann nie dem Gesagten trauen.

 

GewächshausgurkeDieses Jahr konnte ich meinen Traum endlich erfüllen. Wir haben einen Gewächshaus, und dort wachsen Gurken und Tomaten. Die Samen habe ich aus Lettland mitgebracht. Auf diesen Foto ist eine Gurkensorte zu sehen, deren Namen ich leider vergessen habe. Die Gurken werden bis zum Oktober „produziert“.

Brennessel (Urtica dioica)Brennnessel-Arten wachsen als einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, selten auch Halbsträucher. Sie erreichen, je nach Art, Standort und Nährstoffsituation, Wuchshöhen von 10 bis 300 Zentimetern bei den in Mitteleuropa vertretenen Arten. Die ausdauernden Arten bilden Rhizome als Ausbreitungs- und Überdauerungsorgane. Die grünen Pflanzenteile sind mit Brenn- sowie Borstenhaaren besetzt. Die Brennhaare wirken als Schutzmechanismus gegen Fraßfeinde. Ihre oft vierkantigen Stängel sind verzweigt oder unverzweigt , aufrecht, aufsteigend oder ausgebreitet.

Die meist kreuz-gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreiten sind elliptisch, lanzettlich, eiförmig oder kreisförmig. Die Blattspreiten besitzen meist drei bis fünf, selten bis zu sieben Blattnerven. Der Blattrand ist meist gezähnt bis mehr oder weniger grob gezähnt. Die oft haltbaren Nebenblätter sind frei oder untereinander verwachsen. Die Zystolithen sind gerundet bis mehr oder weniger verlängert.

Es ist ein Segen, wenn Brennessel in eigenem Garten wächst. Dass bedeutet, dass der Boden fruchtbar ist. Man kann regelmäßig einen Brennesselsud machen, das gegen Blattläuse hilft und ein hervorragender Dünger ist. Ich habe einen Eimer davon im Gewächshaus und dünge damit 1 x in zwei Wochen meine Tomaten. Allerdings wenn man den rührt, stinkt das erbärmlich… Am nächsten Tag ist aber der Geruch viel schwächer.

Bernnessel ist als Heilpflanze vielseitig einsetzbar, sie ist blutreinigend, blutbildend, blutstillend, hilft bei Harnwegserkrankungen, Rheumatismus, Gicht,  Frühjahrsmüdigkeit, Appetitlosigkeit, Verstopfung, Durchfall, Magenschwäche, Nierenschwäche, Diabetis, Bluthochdruck, ist Haarwuchsfördernd, hilft gegen Schuppen und bei Menstruationsbeschwerden.

Die Brennessel ist eine hervorragende Stoffwechsel-Pflanze. Vor allem als Frühjahrskur wirkt sie Wunder, indem sie all die Schlacken des Winters aus dem Körper auspült. Man kann sie als Tee trinken, im Salat, in der Suppe und wie Spinat essen. Gut gewürzt und zusammen mit anderen Kräutern schmeckt das sehr gut und gibt frische Kräfte. Vor etwa 15 Jahren habe ich eine Suppe gekocht, allerdnigs mit 100 % Brennesselblätter. Das war ein Fehler. Wir hatten alle Durchfall, das aber ohne Bauchschmerzen. Man nimmt etwa die Hälfte oder wehniger davon. Für den restlichen Teil kann man Sauerampfer nehmen.

Als Tinktur kann man die Brennessel gegen Haarausfall in die Kopfhaut einmassieren.

Außerdem macht sie sich getrocknet in Nieren-Blasen-Teemischungen sehr gut. Sie hilft auch gegen Rheumatismus und Gicht, weil sie die Giftstoffe aus dem Körper auspült.

Besonders mutige Rheumapatienten lassen sich mit der ganzen Pflanze schlagen, um die Reizwirkung des Brennesselgiftes auszunutzen. Bei dieser Methode sollte man jedoch vorsichtig sein, weil es auch zu Überreaktionen auf das Brennesselgift kommen kann. Also, wenn jemand damit in Berührung kommt, wirkt das auch vorbeugend.

Die Brennesselsamen geben Kraft und wirken gut bei Erschöpfungszuständen.

Gewöhnlicher Löwenzahn Bei Löwenzahn (Taraxacum officinale) muß ich an meine Kindheit denken – an die gelben Wiesen, wo etwa 70 % gelb und nur 30 % grün waren. Jetzt lasse ich den in Blumenbeeten und Rasen blühen und reiße ihn erst nach dem Verblühen raus. Löwenzahn gehört auch zu den Korbblüter. Der Löwenzahn ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 10 cm bis 30 cm erreicht und in allen Teilen einen weißen Milchsaft enthält. Seine bis zu 1 Meter (selten auch bis 2 Meter) lange, fleischige Pfahlwurzel ist außen dunkelbraun bis schwarz. Sie geht in eine kurze, stark gestauchte Sprossachse über, auf der die Blätter dicht in einer grundständigen Rosette stehen. Nach einer Verletzung des Vegetationspunktes regeneriert sich die Pflanze aus der Wurzel und bildet dann meist mehrere Blattrosetten. Die 10 bis 30 cm langen Blätter sind eiförmig bis eilanzettlich, unregelmäßig stark gelappt und tief eingeschnitten und gezähnt. Einschnitte und Zähne sind von der Basis bis zu etwa zwei Drittel der Länge stark, weiter zur Blattspitze häufig geringer ausgeprägt. Den Blattachseln entspringen meist mehrere, bis zu 60 cm lange Blütenstandsstiele. Jeder ist eine blattlose, außen schwach befilzte, hohle Röhre. An ihrem oberen Ende stehen dicht spiralig verteilt 30 bis 40 abstehende Hochblätter, die bald austrocknen. Der Blütenstand ist eine Scheinblüte, in dem viele gelbe Zungenblüten zu einem tellerförmigen Körbchen von etwa drei bis fünf Zentimeter Durchmesser zusammengefasst sind. In ihm öffnen sich die Einzelblüten ringförmig von außen nach innen. In der mehrere Tage währenden Blütezeit schließt sich der Blütenstand jeweils bei Nacht, Regen oder Trockenheit und schließlich beim Verblühen. Nach mehreren Tagen öffnen sich die Hüllblätter letztmals bei Fruchtreife und entlassen zuerst die eingetrockneten und abgestoßenen Blütenhüllen der Zungenblüten. Die Früchte, schlank tonnenförmige, mit haarigen Flugschirmen (Pappus) ausgestattete Achänen, werden durch den Wind ausgebreitet (Schirmflieger). Der mit den Früchten besetzte Kopf des Blütenstandes ist die bekannte „Pusteblume“.

Löwenzahn regelt die Verdauung, pflegt Leber und Galle, hilft bei Rheuma, löst Nierensteine auf, lässt Pickel und chronische Hautleiden verschwinden und kann als Allround-Stärkungsmittel bei jedweder Problematik eingesetzt werden. Wie viele Frühlingspflanzen hat der Löwenzahn eine ausgeprägte blutreinigende Kraft und eignet sich daher vorzüglich zu einer Frühjahrskur. Er regt sämtliche Verdauungsorgane und Niere und Blase an, dadurch werden alte Schlacken ausgeschieden.
Aus den gleichen Gründen kann er auch bei Rheumatismus helfen.

Auch in der Küche hat der Löwenzahn vor allem im Frühling seinen Platz. Die zarten jungen Blätter ergeben feingeschnitten einen leckeren, jedoch herben Salat. Wers milder mag, kann den Löwenzahn mit anderen Wildkräutern oder gekauftem Salat vermischen.

Wir können Blätter, Blüten und Wurzeln verwenden. Am wirksamsten ist ein Tee oder eine Tinktur, wenn sie aus allen drei Pflanzenteilen besteht.

Löwenzahn-Kaffee

Aus den Wurzeln kann ein Kräuterkaffee hergestellt werden. Dazu werden sie klein gewürfelt und getrocknet. In einer Pfanne oder auf dem Backblech werden sie vorsichtig unter Umrühren geröstet und anschliessend in einer Kaffeemühle fein gemahlen. Nimm auf eine Tasse Wasser 1 TL dieses Pulver und koche es kurz auf. Nur kurz ziehen lassen. Am besten schmeckt der Kaffee mit Milch, Zimt und Honig.

 Blütenessenz

Aus den Blüten des Löwenzahns kann man eine Blütenessenz zubereiten, die hilft Muskeln zu entspannen, die sich durch aufgestaute Gefühle verkrampft haben.

Vorsicht!

Wer Probleme mit den Gallenwegen oder Nieren hat, sollte Zubereitungen aus Löwenzahn nicht oder nur in Absprache mit dem Arzt einnehmen. Menschen, die auf Korbblütler allergisch reagieren, sollten ebenfalls auf Löwenzahn verzichten.