Permakultur in Kirgistan

März 15, 2018

 

Mitte August war ich zusammen mit Vokler Kranz, Firma Baumrausch, für etwas mehr als eine Woche in Kirgistan. Dort haben wir mehrere Projekte (angelegte Gärten, eingezäunte Walnusswaldgrundstücke, Solartrockner, Pastilla (Apfelleder) Produktion, CBT) angeschaut und die Situation analysiert. Zum Schluss haben wir mehrere Permakultur Projektvorschläge erarbeitet. Die Zeit war sehr intensiv und ich muss sagen, wenn ich als Turist dahin gereist hätte, hätte ich das Land und dort lebende Menschen nicht so hautnah kennengelernt. Man kann für die Menschen keine Lösungen vorschlagen ohne die Mentalität zu kennen. Auch die Natur und das Klima spielt eine bestimmende Rolle.

In Kirgistan gibt es sehr wenig Wald, etwa 5% der Gesamtfläche. Dafür beherbergt Kirgistan die größten Walnusswälder der Welt. Laut Forschungen gibt es hier seit 2000-3000 Jahren Walnusswald. Es soll der einzige Walnussurwald der Welt sein. Die ältesten Bäume sind über 200 Jahre alt. Sie wachsen am Fuße des bis zu 7000 Meter hohen Tienschan-Gebirges. Neben den großen, knorrigen Walnussbäumen finden sich hier auch wilde Pflaumen, Äpfel und Birnen. Viele der Pflanzenarten kommen ausschließlich in dieser Region vor und bilden somit ein weltweit einmaliges Ökosystem.

Die Ziele des Projektes sind: Schutz der Artenvielfalt im Walnusswald, Adaptation zu Klimaveränderung und das Einkommen für dort lebende Menschen sichern. Die Menschen leben mit der Natur dort, sie sind davon abhängig. Das konnten wir überall feststellen. Kirgistan ist kein industrielles Land. Gerade deswegen stimmt hier: wenn das Ökosystem stabil ist, geht es auch den Menschen gut. Wir können viel lernen, und das tun wir unser Leben lang. Wir können auch viel von Kirgisen lernen. Bevor wir dahingefahren sind, haben wir viele Berichte gelesen. Vieles stimmte auch, einige Dinge haben sich verändert.

Den Wald geht es aber nicht gut, die Kühe, Pferde und Esel weiden dort. Es gibt viel zu viel Vieh! Das läuft dort frei in Flächen die nicht eingezäunt sind und frisst alles, was grün ist. Unter der Bäume ist alles kahlgefressen, die Pilze wachsen nicht, es gibt keine jünge Bäume (die natürliche Verjüngerung findet nciht statt), die Bäume sind krank, der Ertrag schlecht. Durch die fehlende Vegetation, gibt es Erosion auf den Böschungen. Einerseits leben die Menschen von Natur, andererseits wird (wie auch anderswo) auch manches kaputtgemacht. Unsere Aufgabe ist es den Menschen zu helfen den richtigen Weg zu finden, die Zusammenhänge zu sehen und beizubringen, wie man nachhaltig und gesund leben kann.

Ich bin sehr auf weitere Arbeit gespannt. In eienm Artikel kann ich das ganze nur kurz zusammenfassen. Demnächst werde ich ein paar Fotos hier reinsetzen.

 

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