Es krabbelt und fliegt! Der ganze Pflaumenbaum voller Marienkäfer, Ameisen, Blattläuse, unterschiedliche Fliegen und wilde Bienen. Wahnsinn, wie viel Leben auf einem Baum! Was ich mich frage ist, was tropft die ganze Zeit von den Baum herunter? Als ich mich zum Abkühlen darunter gesetzt habe, war ich überrascht, wie viele Tröpfchen da herunter kommen.

Noch ein Naturgarten

Juni 15, 2019

Die pflanzen die auf dem Foto blühen haben sich selbst ausgesäht, ich habe sie da gelassen, nur die Glockenblumen umgepflanzt. Wo andere die wilden Pflanzen als Unkräuter betrachten und sie ausreißen, lasse ich sie stehen. Damit lässt es sich wunderbar gestalten. Nicht nur das – sie sind robust und kosten nichts, die Insekten können sich bei denen bedienen. Man muss nur sie kennen und die Geduld zum Beobachten haben. Am Ende passen sie perfekt in der Umgebung, wo sie selber gekommen sind, und sie wollen auch dort bleiben. So gestaltet man nach und nach einen Naturgarten.

Die ersten Bienen

März 4, 2019

dav

Auf den Krokussen waren schon Mitte Februar die ersten Bienen zu sehen. Es ist schon wieder zu warm, gerade deshalb ist es sehr wichtig, dass die fleißigen Insekten den Nektar bekommen können. Irgendwie ist es auch sehr rührend sie zu beobachten. Ohne Bienen und andere Bestäuber gibt es kein Leben mehr auf der Erde. Wir müssten mehr  blühende einheimische Sträucher und Blumen auspflanzen. Besonders wichtig sind die einjährigen Dauerblüher, aber auch wie man es sieht die Zwiebelblumen. Auch Wildpflanzen und Naturwiesen liefern ganz viel Nahrung nicht nur für die Insekten, sondern auch für die Vögel und andere Kleine Lebewesen.

Pfefferminze zieht Schmetterlinge anDieses Foto habe ich im August fotografiert. Unser Balkon war voller Schmetterlinge. Erst bunte und dann auch noch die weißen.  Sie sind oft in unserem Wintergarten geflogen. Auch Bienen, Hummeln, verschiedene Fliegen und Wespen waren regelmäßige Besucher. Was ich nicht wusste ist, dass blühende Pfefferminze den Schmetterlingen als Futterquelle dient. Auch Lavendelblüte ist dafür geeignet. Unsere Kinder hatten in diesem Sommer sehr viel Spaß mit den Insekten auf unserem Balkon. Für Tee habe ich die Pfefferminze nicht mehr genommen, weil die Stängel und Blätter zu Sommerende hart geworden sind.

Die Venusfliegenfalle ist eine fleischfressende Pflanze aus der Familie Sonnentaugewächse. Sie besitzt schnellbewegende Fangfallen (Klappfallen), in denen es nach Nektar duftet. Dies lockt Insekten an, die dann von der Pflanze gefangen und verdaut werden.

Die Venusfliegenfalle ist eine ausdauernde, langsamwachsende Pflanze, die bedingt winterhart ist (minimal -5°C, in Einzelfällen kann sie auch -10°C aushalten). Sie blüht im dritten bis vierten Lebensjahr. Die Pflanze bildet im Frühjahr einen bis zu 30 Zentimeter hohen Stängel aus, der verhindert, dass Bestäuber in die Fallen gelangen und verdaut werden. Dieser Stängel trägt mehrere weiße radiäre zwittrige Blüten, die fünfzählig sind und einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern haben. Jede Blüte hat fünf grünliche Kelchblätter (Sepalen) und fünf nicht überlappende, weiße Kronblätter (Petalen). Im Herbst zieht die Pflanze zurück, im Frühjahr treibt sie wieder aus.

Da dies eine Sumpfflanze ist, braucht sie reichlich kalkfreies Gieswasser (am besten Regenwasser). Gegossen wird im Untersetzer.

Man kann sie auch im Moorbeet auspflanzen. Ansonnsten ist auch ein Fensterbankplatz gut. Wenn Sie die Pflanze umtopfen wollen, müssen Sie Spezialerde für fleischfressende Pflanzen nehmen. Umtopfen fördert das Wachstum.

Ich muß zugeben – bis unser Wasserschlauch geblüt hat, war ich fest davon überzeugt, dass es Wasserpest ist. Unser Teich (Gesamtlänge und -breite 85 x 45 m) wurde vor 20 Jahren in Lettland ausgebaggert. Wir haben ihn der Natur überlassen, damit dort ein natürliches Ökosystem entsteht. Dort hat sich relativ schnell Wasserschlauch (Utricularia vulgaris) angesiedelt. In Deutschland steht die Pflanze auf der Liste der gefährdeten Arten. Wasserschlauch ist unscheinbar und ist eine ständig untergetaucht lebende Pflanze. Aus den buschigen Unterwasserpflanzen entwickeln sich im Sommer lange stabile Stängel, die sich über die Wasseroberfläche erheben. Auf diesen Stängeln entfalten sich mehrere gelbe Blüten, die von Insekten bestäubt werden. Wasserschlauch bildet keine Wurzeln. Im Herbst rollt sich Utricularia vulgaris an einam Ende zu einer Kugel zusammen, trennt sich vom Großteil der Mutterpflanze ab und sinkt auf den Boden des Teiches, während der Rest des Stängels abstirbt. Im Frühjahr entrollt sich der Wasserschlauch wieder. Der Wasserschlauch ist nicht wintergrün und produziert deswegen im Winter keinen Sauerstoff.

Die Besonderheit ist, dass es sich hier um eine fleischfressende Pflanze handelt. Zwischen den Blättern befinden sich kleine helle Kügelchen, die fast wie Sauerstoffbläschen aussehen. Die Fallen arbeiten mittels Unterdruck. Sie produzieren einen Sekret, welches vielen kleinen Unterwassertieren als Nahrung dient und mit dem sie angelockt werden. Kleinste Wasserlebewesen werden in diese Bläschen eingesaugt und anschliessend verdaut. Es werden allerdings nur Unterwassertiere gefangen – zum Beispiel Mückenlarven.

Meist findet man den Wasserschlauch in Moorteichen und teilweise im Sumpf. Dies ist auch bei uns in Lettland der Fall, da hier mooriges Gebiet vorliegt. Er verträgt kein kalkhaltiges Wasser. Neu eingeschleppte Unterwasserpflanzenarten wie beispielsweise die Wasserpest haben den Wasserschlauch weitgehend verdrängt. Auch trug das Verschwinden von Hochmoore, die zu einem Hauptverbreitungsgebiet des Wasserschlauchs gehören, zu diesem Rückgang der Pflanzenpopulation bei.