Schon wieder zu lange gearbeitet. Im Winter habe ich viele Gartenpläne (Gestaltungskonzepte, Pflanzpläne) gezeichnet. Jetzt haben die Kunden alles vorbereitet und ich bepflanze die Gärten seit 2 Monaten, vergesse Fotos zu machen und arbeite schon wieder viel zu viel. Hier ein paar Fotos.

Schönes Staudenbeet mit Hochstammrosen in Syke
Arbeitsspuren, der Blauregen duftet
Kräuterbeet mit Zwergaprikosen
Ein Hochbeet in Bremen – Findorff nach dem die Kunden fast alles entfernt haben
Foto nach dem ich den Boden umgegraben, mit Kompost angereichert und bepflanzt habe
Ein Vorgarten in Bremen – Neustadt
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Heute war die April Familienaktion im Klimagarten Bremen-Findorff. Es kamen wieder viele Menschen. Wir haben die Blumenwiese aufgepeppt und neu ausgesät, die Pflanzkisten weiter mit Gemüse und Erdbeeren bepflanzt und viel mit dem Regenwasser gegossen. Es ist schon wieder viel zu trocken . Die Pflanzkisten, wo das Gemüse etwas größer ist, haben wir mit Gras zugedeckt, damit die Erde nicht so schnell austrocknet. Teil der Zweige wurden in der Feuerschale verbrannt, dabei hatten die Kinder am meißten Spaß.

Die nächste Familienaktion ist am 25. Mai um 15:00 – 18:00.

In Bremen gibt es den schönsten Bürgerpark, den ich gesehen habe. Als die Kinder ganz klein waren, war ich jeden Tag dort spazieren und auf dem Spielplatz. Gestern Abend war ich dort wieder spazieren, die Sonne ging runter, es duftete, die Vögel sangen und die Hasen hüpften durch den Rasen. Einfach schön und entspannend!

Am 23. April findet der Findorffer Pflanzfest (von Klimazone Bremen- Findorff organisiert). Jeder kann hier mitmachen. Wir treffen uns um 14:30 vorm Klimacafe auf der Münchdner Straße. Bitte Gartenwerzeug zum Pflanzen mitbringen – eine Harke, einen Spaten, Gärtnerschere, einen Eimer, Gartenhandschuhe! Es ist nicht für Verpflegung gesorgt, deshalb etwas zum Trinken und zum essen mitbringen! Wir werden uns in Gruppen teilen, die dann zu verschiedenen Orten hingehen, wenn alles bepflanzt ist, treffen sich alle um ca 17:00 im Klimagarten im Ahnewehrweg 12. Dort wird die Feuerschale angemacht, und wir können austauschen, vielleicht noch die übrig gebliebenen Pflanzen einpflanzen.

Ich habe Gemüse wie z.B. Weißkohl, Salat, Porree, Tomaten und ganz viel Rote Beete vorgezogen. Auch insektenfreundliche Blumen sind schon 10 cm groß. Was übrig bleibt, wird verschenkt! Trotzden freuen wir uns über Pflanzenspenden.

Wo gepflanzt wird: Bauminseln in Findorff, aufgestellte Pflanzkisten im Stadtteil, der Grünstreifen an der Mensa der Grundschule Augsburger Straße. Hierfür spendet das Elternverein 120 Stauden. Auf der restlichen Fläche werden Bienenfreundliche Blumen ausgesät. Es wird sehr schön!

Erst hier noch ein vorher – nachher Foto

Der Boden hier ist sehr schwer und lehmig. Der Vorteil ist, dass dieser gut Wasser speichern kann. Der Nachteil, dass das schwer zu bearbeiten ist. Im Sommer wird es hier sehr heiß (der Garten hier befindet sich in Frankreich). Wenn es trocknet, wird dieser sehr hart. Die Beerensträucher und Obstgehölze waren alle verkümmert. Der Boden braucht Humus, deshalb werden wir hier viel Kompost produzieren und erstmal alles, was eingepflanzt wird, mit Rasenschnitt zudecken. Ich habe auch zum Ausprobieren etwas Pinienrinde verteilt.

Beim Einpflanzen habe ich Humuserde und etwas Rasenschnitt in die Pflanzlöcher getan. Paar Beerensträucher habe ich umgepflanzt und welche dazugekauft. Hier ist das Ergebnis.

Drei umgepflanzte Schwarze Johannisbeeren
Zwei Rote und zwei Schwarze Johannisbeeren
6 Himbeeren
Drei Blaubeeren
Kartoffeln um den Boden im Gewächshaus für das nächste Jahr einzuarbeiten

Der Winter ist vorbei, es war noch letzte Woche unter null Grad nachts. Sobald die Sonne rauskam, wurde es schlagartig warm, und eine Menge Insektrn flogen durch die Luft. Es hat gesummt und gebrummt. Ich habe die Kräuter, Rosen, das Schmetterlingsstrauch und den Lavendel zurückgeschnitten und ein paar Kräuter eingepflanzt. Von Pfefferminze musste ich etwas weg nehmen, weil sie sich viel zu weit ausgebreitet hatte. Leider habe ich kein “ Vorherfoto“ gemacht. Es ist unglaublich viel Grünschnitt zusammen gekommen, der teilweise kompostiert und zum Teil in der Feuerschale verbrannt wird. Nichts kommt hier weg, alles wird weiter verarbeitet und verwendet.

Wir von Klimazone Bremen – Findorff haben zusammen mit Kindern 4 Hochbeete bei der Grundschule an der Augsburger Straße aufgestellt, wo die Kinder im Rahmen von Gärtnern AG das Gemüse und Kräuter anbauen werden. Die Kinder freuen sich wahnsinnig, auch wenn es erst um Aufstellen und mit der Erde Befüllen ging.

Zusätzlich steht jetzt auch die erste „Kiste“ auf der Münchener Straße und drei beim Kindergarten der Martin Luther Kirche. Es sollen noch mehr werden. Wir wollen damit nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen auf das lokale, gesunde und selbstgezogene Essen aufmerksam machen und nicht nur das! Man kann durch das einfache Gemüseanbauen viel über das Klima und die Kreisläufe in der Natur lernen. Abgesehen davon macht das Spaß, und wir werden von vielen Menschen angesprochen. Das Interesse ist da!

Ein Kaktus von innen

Februar 14, 2022

Vor einem Monat hat dieser Kaktus noch geblüht, dann ist er um 2/3 geschrumpft, und es war im Untersetzer total nass. Bevor ich ihn weggeschmissen habe, musste ich aus Neugier gucken, wie der von innen aussieht. Vielleicht habe ich ihn zu früh aufgegeben. Er duftet toll und sieht sogar lecker aus. Eins meiner Kinder hat daraufhin Hunger auf Gurke bekommen. Ich bin jetzt total traurig, leider war er von unten total verfault.

Das Grauen beim Gärtnern

Februar 13, 2022

Oft bin ich so schokiert, dass ich es erst verarbeiten muss und deshalb einfach weiter fahre. Diesmal habe ich ein Foto gemacht! Das ist ein Beispiel, wie man es nicht tun sollte. Ich würde das „Sünde des Gärtnerns“ nennen. Sowas sieht man tatsächlich nicht selten. Wenn die Bäume zu groß werden, werden sie einfach abgekappt (den Kopf abgeschnitten!!!). Neulich bin ich an einer alten abgekappten Fichte vorbei gefahren. Das verwunderliche dabei ist, dass die Bäume sowas oft überleben. Sie werden dann meißtens krank, sehen schlimm aus und quälen sich. Das sieht man an verkrümmten Stellen. Ich würde sagen – unten absägen, Sträucher pflanzen!!! Oder rechtzeitig fachgerecht zurückschneiden, klein halten.

Es gibt paar andere Möglichkeiten bei Zimmerpflanzen als sie in einer ganz normaler Erde einzupflanzen. Es gibt sehr schöne saubere Alternativen aus Ton für unterschiedliche Pflanzenarten. Der für die Kakteen und Sukkulenten hat eine gräuliche Farbe. Leider hat er sich etwas verfärbt. Der orange ist ziemlich universell und für Grünpflanzen und Blütenpflanzen in Räumlichkeiten, aber auch für draußen auf dem Balkon und Terrasse gut geeignet, man kann ihn sogar für Kräuter in einem Hochbeet verwenden. Im Foto sind meine frisch gekauften kleinen Pflänzchen im Tongranulat von Firma Seramis eingepflanzt. Da sie klein sind, habe ich sie in Pflanztöpfe mit einem Untersetzer eingepflanzt und gieße sie „ganz normal“, dabei warte ich ab, bis das Granulat das Wasser aufgenommen (aufgesaugt) hat.

Was sind die Vorteile im Vergleich zur Erde? Als erstes erfreut alle, die für das Gießen nicht so viel Zeit haben – man muss viel seltener gießen, etwa 2 – 3 x in Monat. Man soll zum Gießwasser einen Spezialdünger hinzufügen. Im Winter ist die Empfehlung es bei jedem zweiten Gießvorgang zu tun. Noch vom Vorteil, abgesehen von sauberen Verarbeiten, ist dass sich in diesem Granulat keine Schädlinge wie Trauermücke einnisten.

Hydrokultur: es handelt sich hier um Hydrokultur. Ich habe in Fotos noch kein Gießstandanzeiger. Ich sollte grundsätzlich erklären, dass es 2 Möglichkeiten bei Hydrokultur gibt: die eine ist in einem Pflanzgefäß ohne Öffnung, wo das Wasser abfließen kann. Man kann hierfür auch einen schönen Übertopf nehmen. Die Pflanze, die nicht für Hydrokultur vorgezogen wurde, samt Erdballen direkt im Tongranulat einpflanzen, den Gießstandanzeiger im Ballen einstecken und den Gefäß zu 1/4 dessen Volumen mit mit Wasser + Dünger befüllen. Der Tongranulat nimmt die Flüssigkeit auf. Der Gießstandanzeiger misst die Feuchtigkeit im Ballen: zeigt er die Farbe blau an, ist genug Feuchtigkeit vorhanden, bei Rot muss man wieder gießen.

Zweites System ist mit einem Innenpflanztopf und Übertopf. Die spezial für Hydrokultur vorgezogenen Pflanzen (ohne Substrat wie Spezialerde) werden im Blähton eingepflanzt und gegossen. Der Giessstandanzeiger hierfür schwimmt im Wasser nach oben. Man gießt hier dementsprechend, wenn kein Wasser mehr da ist.