Garten Moorriem

Juni 4, 2019

Man sollte öfters einen schönen Garten besichtigen. Es ist nicht nur für die Inspiration gut. Ein gut angelegter Garten ist harmonisch und wirkt beruhigend und hebt die Laune. So bin ich mit meine Freundinnen durch den Garten Moorriem in Elsfleth gelaufen und die ganze Zeit „Oh wie schön!“ gerufen. Besonders hat mir ein Platz zum Hinsetzen unter einem alten Apfelbaum gefallen (leider habe ich das nicht fotografiert). Wie man so sagt, ein Ort zum Energie auftanken:).

Fahrt dahin! Es lohnt sich. Als schöne Erinnerung kann man dort tolle Stauden und Rosen zu kaufen. Es gibt auch einen Buch über Garten Moorriem.

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Knoops Park

Mai 19, 2013

Knoops Park BremenKnoops Park, benannt nach dem Bremer Kaufmann Ludwig Knoop, liegt in Bremer Stadteil Burglesum an der Lesum. Die Parkanlage umfasst 65 Hektar, die Landschaft ist hügelig. Ludwig Knoop beauftragte den Gartenarchitekten Wilhelm Benque, der auch den Bremer Bürgerpark geplant hat.

Benque plante großzügige Freiflächen in die vorhandenen Baumbestände ein. Deswegen gibt es dort sehr viele schöne alte Bäume. Aussichtspunkte am hoch gelegenen Lesumhang wie z.B die Jünglingshöhe boten einen unvergleichlichen Blick über den Fluss und das Werderland nach Bremen sowie ins Oldenburger Land. Dieser ist heute durch Industrieansiedlungen und Windkraftanlagen im Bereich der Bremer Häfen und im Werderland teilweise beeinträchtigt, aber immer noch sehenswert.

1933 wurde das schon längere Zeit ungenutzte und verfallende Schloss Mühlenthal abgerissen. Dessen Grundriss ist mittlerweile durch Bodenmarkierungen ersichtlich gemacht worden. In seiner Nähe befindet sich ein Denkmal für Ludwig Knoop. Die beiden an der Straße Auf dem hohen Ufer gelegenen Torhäuser des Schlosses sind erhalten und werden für Wohnzwecke genutzt.

1938 ging der Park in den Besitz der Gemeinde Lesum über und wurde durch den Gartenarchitekten Christian Roselius (1871–1945) in eine öffentliche Parkanlage umgewandelt. 1979 wurden die westlich gelegenen Parks der Häuser Schotteck, Lesmona und der ehemaligen Albrechtsburg restauriert und „den Bremer Bürgern übergeben“. Dort befinden sich das klassizistische Haus Lesmona (auch Villa Lesmona) von 1814 und die 1892 bis 1894 von Baron Ludwig Knoop für seine Tochter Adele Wolde und seinen Schwiegersohn Johann Georg Wolde errichtete Villa Schotteck. Beide Parkteile sind durch die Straße Auf dem Steinberg getrennt und nur im Norden und Süden ebenerdig verbunden. In der Mitte ist die Straße so tief in das Gelände eingeschnitten, dass eine Fußgängerbrücke errichtet wurde.

Auf 1.600 Quadratmetern entstand 1989 im nördlichen Teil des Parks Deutschlands erster Blindengarten, der ausschließlich in Privatinitiative gebaut wurde.

Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Der Eintritt ist kostenlos.

Hortus Botanicus Amsterdam

Januar 27, 2012

Der Botanische Garten in Amsterdam (Hortus Botanicus), gegründet 1638 gehört zu den ältesten botanischen Gärten in der Welt. Es ist  mit einer Fläche von etwa 1,2 ha auch einer der kleinsten und ich muß sagen,dass dieser Garten einer der übersichtlichsten botanischen Gärten war, die ich bisher besucht habe. Ursprünglich wurde dieser Garten als Heilpflanzengarten angelegt, um die sich in Amsterdam ausbreitende Pest zu bekämpfen. Viele der Heilkräuter sind auch heute noch im Hortus Botanicus beheimatet.

Ein Besuch im Hortus Botanicus lohnt sich aber trotzdem,  weil es dort z. B. auch im Winter viel zu sehen gibt. Schön sind vor allem die alten Bäume. So gibt es eine Baum-Route, die aus 24 unterschiedlichen Baumarten besteht. Jeder Baum hat seine eigene besondere Geschichte, z.B.  ist er einzigartig bezüglich seines Alters oder seiner Seltenheit. So gibt es dort eine alte Türkische Hasel (Corylus colurna), eine Himalaya Birke (Betula utilis subsp. jacquemontii), einen schönen Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) und vieles mehr.

Hier kann man auch eine fast einzigartige Wollemi Pine (hinter Gitter) betrachten, die von David Noble 1994 in Australien in den Blue Mountains gefunden wurde. Die Wollemi Pine ist eine der ältesten und seltensten Pflanzen der Welt (eine lebende Fossilie), deren Geschichte bis in die Zeit der Dinosaurier zurückreicht. Weniger als 100 ausgewachsene Bäume sind in freier Natur bekannt.

In den Gewächshäusern sind viele Sukkulenten-Arten und Fleischfresser zu sehen. Zusätzlich kann der Besucher in drei Klimahäusern in Tropischen, Subtropischen und Wüsten-Zonen spazieren und in den Zonen heimische Pflanzen bestaunen. In einem Palmhaus gibt es darüber hinaus schöne Palmen und deren Begleitpflanzen. In den schön angelegten Außenanlagen sind ein- und mehrjährige Pflanzen. Insgesamt bietet dieser botanische Garten eine wunderbar erholsame Atmosphäre und ist der perfekte Ort einer ausgedehnten Ruhepause während eines Amsterdam Besuches.

Letzte Woche war ich im Bremer Botanischen Garten, in dem auf einer Fläche von ca. 46 ha ein Rhododendronpark eingerichtet wurde (dieser ist älter als der Botanischer Garten selbst). Es waren so viele Besucher dort, dass ich ein wenig Schwierigkeiten hatte, mit meinem Fotoaparat durch die Menschenmenge durchzubrechen um Fotos ohne Menschen zu machen.

1933 begann das Gartenbauamt Bremen (heute Stadtgrün Bremen) im Bremer Stadtteil Horn-Lehe den Rhododendron-Park anzulegen unter anderem nach Plänen von Gartenbaudirektor Richard Homann. Auf dem Gelände wuchsen noch im Jahr 1890 als Wildpark gepflanzte Bäume wie Eichen, Eschen, Buchen und Fichten, die auch heute den Schutz für Rhododendron anbieten . Es handelt sich hier um eine Parkanlage, die als Artenreichste in ganz Europa gilt. Er wird seit Ende des Zweiten Weltkriegs als Prüfungs- und Sichtungsgarten für Rhododendron entwickelt. Zusätzlich ist der Rhododendronpark mit “Botanica”, eine sehr große Gewächshausanlage mit erdteilbezogener Gestaltung bereichert worden. Dort sind nicht winterharte Rhododendron zu sehen. In der Mitte der Parkanlage liegt der Botanische Garten, der sich von 1905 bis 1935 am Osterdeich befand. Dannach wurde dieser neben den Rhododendron-Park verlegt. Der Botanischer Garten wurde erst 1950 komplett fertig gestellt.

Der botanische Name Rhododendron leitet sich aus den griechischen Wörtern für Rose (rhodos) und Baum (dendron) ab. Sie sind seit mehr als 300 Jahren in Europa bekannt. Die Gattung gehört zur Familie der Ericaceae (Heidekrautgewächse). Es gibt 1300 Sorten weltweit, und die einheimischen Arten in Deutschland sind Rh. ferrugineum, Rh. groenlandicum, Rh. hirrsutum, Rh. lapponicum und Rh. tomentosum. Es gibt mehrere Versuche Rhododendron zu systematisieren. Derzeit ist eine Einteilung in folgende Rhododendron-Gruppen üblich:

  • großblumige Rhododendron – Hybriden
  • kleinblumige Rhododendron – Hybriden
  • Rhododendron Wildarten und verwandte Hybriden
  • sommergrühne Rhododendron – Hybriden
  • Rhododendron Insigne – Hybriden
  • Rhododendron Repens – Hybriden
  • Rhododendron Wardii – Hybriden
  • Rhododendron Williamsianum – Hybriden
  • Rhododendron Yakushimanum – Hybriden
  • Japanische Azaleen
  • Indische Azaleen (Topfazaleen)
  • Rhododendron des Subgenus Vireya

Ich empfehle allen nach Möglichkeit einen Besuch im Rhododendron-Park zu machen. Die Region um Bremen und Oldenburg hat sehr viele Baumschulen, die Rhododendron züchten und ziehen. Es gibt hier auffällig viele Rhododendron in Gärten, besonders schön zu sehen waren sie in den Gärten in der Nähe des Rhododendron-Parks, die selbst viele blühende Rhododendron beinhalten. Letztes Jahr waren wir auf der Messe RHODO (ich zitiere: die grösste Rhododendronschau Europas) in Westerstede. Ein schönes Städtchen, mit schöne Rhododendron in Privatgärten. Die RHODO an sich hat uns aber sehr enttäuscht. Der Großteil der Messe bestand aus einer Gewerbeschau, die mit den Pflanzen an sich oft nur indirekt etwas zu tun hatte.

Insgesamt ist es also deutlich sinnvoller den kostenlosen Rhododendron Park in Bremen während der Blütezeit zu besuchen (allerdings kostet der Zugang zur BOTANICA Eintritt), als das Eitrittsgeld für die alle vier Jahre stattfindende RHODO auszugeben.