Sommerblüte

Juli 17, 2019

Diesen Garten habe ich im letzten Frühjahr zusammen mit meinem Kollegen Max Eith angelegt. Ich habe dazu einen Pflanzkonzept erstellt und den Garten bepflanzt. Jetzt pflege ich den Garten einmal in Monat. Hier ein paar Fotos.

Schattengarten

Juli 4, 2019

Ich finde, man kann schöne und prachtvolle Sonnengärten gestalten, ein Garten im Schatten ist dafür viel spannender. Man geht in diesem auf Entdeckungsreise, man bleibt stehen, man sucht unbewusst nach Etwas und man findet es! Der Sonnengarten ist dafür schön und löst positive Emotionen aus. Am besten man hat beides in eigenem Garten.

Japanischer Ingwer (Myoga)

Oktober 4, 2013

Japanischer Ingwer auf unserem BalkonAuch mein Japanischer Ingwer kommt aus der Rühlemann’s Kräuter und Duftpflanzen Gärtnerei. Er hat gerade geblüht.

Myoga, eine krautige Staude, wächst vor allem in japanischen Hochland, in den gemäßigten Zonen Chinas und den südlichen Teilen Koreas. Es ist vergleichsweise anspruchslose Art, die sogar geringere Fröste (sogar bis -18°C) unbeschadet übersteht. Zieht im Spätherbst ein, und kann dann bis zum Februar/März kühl überwintert werden – wenig gießen in dieser Zeit. Diese Pflanze hat bei Bekannten im Gartenboden überwintert.

Benutzt werden ihre geschmackvollen, fleischigen Wurzeltriebe und ihre essbaren Blütenknospen, welche in der japanischen Küche u. a. zerkleinert oder gewürfelt für Miso-Suppe oder andere Suppen und gebratene Auberginen benutzt werden, die noch zarten, hellen Rhizomenden, die gut nachwachsen. In der koreanischen Küche spießt man Blütenknospen abwechselnd mit Fleischstückchen auf und brät das Ganze. Der Geschmack ist milder und hat eine Spur wie Orangenschalenaroma. In Japan wird auch gerne ein Stück frischer Myoga nach einem besonders harten Arbeitstag gegessen – es soll die Lebensgeister wieder wecken und leicht aphrodisierend wirken!

Haupternte: Spätsommer bis Herbst. Wie Spargel werden die Stiele seitlich direkt unterhalb des Bodens abgestochen. Myoga muss deshalb immer angehäufelt werden, damit sie weiß bleiben und sich nicht grün verfärben. Sobald sich die weiß-gelbe duftende Blüte orchideenartig aufgebreitet hat, kann nicht mehr geerntet werden. Vereinzelte Sorten sind rosa bis hell Pink.  Normalerweise kann bereits an dem dritten Jahr geerntet werden. Durchschnittlich bildet eine Pflanze zwölf bis 20 Blüten.

Myoge-Ingwer mag feuchten Boden. Regelmäßiges Gießen ohne Produzieren von Staunässe ist wichtig. Mulchen fördert die Gesundheit dieser Exotenpflanze. Als Pflanzabstand für Gruppenpflanzungen oder Beete werden 45 x 60 cm empfohlen, Sonne oder Halbschatten sind ideal. Idealerweise hat der Boden einen pH-Wert zwischen 6,1 und 7.8. Vermehrung kann durch Teilen der Wurzelstöcke oder Einsetzen der Knollen/Zwiebeln erfolgen. Bei zu viel Wind können die Stiele leicht abbrechen.

Achtung: Pflanzenteile sind beim Verschlucken giftig!

Ich muß zugeben – bis unser Wasserschlauch geblüt hat, war ich fest davon überzeugt, dass es Wasserpest ist. Unser Teich (Gesamtlänge und -breite 85 x 45 m) wurde vor 20 Jahren in Lettland ausgebaggert. Wir haben ihn der Natur überlassen, damit dort ein natürliches Ökosystem entsteht. Dort hat sich relativ schnell Wasserschlauch (Utricularia vulgaris) angesiedelt. In Deutschland steht die Pflanze auf der Liste der gefährdeten Arten. Wasserschlauch ist unscheinbar und ist eine ständig untergetaucht lebende Pflanze. Aus den buschigen Unterwasserpflanzen entwickeln sich im Sommer lange stabile Stängel, die sich über die Wasseroberfläche erheben. Auf diesen Stängeln entfalten sich mehrere gelbe Blüten, die von Insekten bestäubt werden. Wasserschlauch bildet keine Wurzeln. Im Herbst rollt sich Utricularia vulgaris an einam Ende zu einer Kugel zusammen, trennt sich vom Großteil der Mutterpflanze ab und sinkt auf den Boden des Teiches, während der Rest des Stängels abstirbt. Im Frühjahr entrollt sich der Wasserschlauch wieder. Der Wasserschlauch ist nicht wintergrün und produziert deswegen im Winter keinen Sauerstoff.

Die Besonderheit ist, dass es sich hier um eine fleischfressende Pflanze handelt. Zwischen den Blättern befinden sich kleine helle Kügelchen, die fast wie Sauerstoffbläschen aussehen. Die Fallen arbeiten mittels Unterdruck. Sie produzieren einen Sekret, welches vielen kleinen Unterwassertieren als Nahrung dient und mit dem sie angelockt werden. Kleinste Wasserlebewesen werden in diese Bläschen eingesaugt und anschliessend verdaut. Es werden allerdings nur Unterwassertiere gefangen – zum Beispiel Mückenlarven.

Meist findet man den Wasserschlauch in Moorteichen und teilweise im Sumpf. Dies ist auch bei uns in Lettland der Fall, da hier mooriges Gebiet vorliegt. Er verträgt kein kalkhaltiges Wasser. Neu eingeschleppte Unterwasserpflanzenarten wie beispielsweise die Wasserpest haben den Wasserschlauch weitgehend verdrängt. Auch trug das Verschwinden von Hochmoore, die zu einem Hauptverbreitungsgebiet des Wasserschlauchs gehören, zu diesem Rückgang der Pflanzenpopulation bei.

Stockrose (Alcea rosea), auch Stockmalve, Halsrose und Brandrose genannt, ist eine 1,5 – 2,2 m hohe standfeste Staude (sie ist zweijährig), die von Juli bis September (Oktober) blüht (weiss bis schwarzrot). Der Standort ist sonnig bis halbschattig, wind- und wettergeschützte warme Plätze, trockene bis frische, nährstoffreiche, gut wasserdurchlässige schwach sauere bis alkalische Böden. Sie ist kalktollerierend bis kalkliebend. Sie vermehrt sich selbst mit Samen. Ansonsten kann man sie aussähen oder 3 – 5 Pflanzen pro m² mit 60 cm Abstand auspflanzen. Die Stockrose ist eine beliebte Staude in Bauerngärten, besonders schön wirkt sie an Zäunen, Hauswänden oder Eingängen. Sie ist winter- und frosthart, trockenresistent, eine Bienenweide, zieht Hummeln an und ist geeignet als Schnittblume.

Es gibt zahlreiche Sorten der Stockrose mit einfachen und gefüllten Blüten. Sie wird manchmal als Heil- und Färbepflanze genutzt. Aufgrund der in der Stockrose enthaltenen Gerb- und Schleimstoffe ist sie in zahlreichen Hustenteemischungen enthalten.

In Bremen sind Stockrosen weit verbreitet. Dadurch dass sie sich von selbst aussähen, wachsen sie wild in der ganzen Stadt (vor allem in Schwachhausen). Die weisse Stockrose auf dem Bild blüht bei uns in hinterem Garten.

Blüte Anfang Juni

Diese Glockenblume blüht auf einem sandigen Hügel in unserem Garten und hat so viele Blüten, wie man es sonnst nur von Fotos bei Blumenschildern im Handel kennt. Die Polsterglockenblume (Campanula poscharskyana) auch Hängeglockenblume oder Polsterhängeglockenblume genannt, ist ein äußerst anspruchsloser Bodendecker. Außerdem blüht sie sehr lange (Juni-August), die Blätter sind immergrün und frieren nur in extrem kalten Wintern zurück. Man kann sie nicht nur als Bodendecker benutzen, sie rankt auch z.B. Trockenmauern und Zäune empor.

Die Polsterglockenblume wächst wild in Böden, die nährstoffarm, trocken, feucht, aber auch wasserdurchlässig sind. Es sind Felsen und steinige Standorte in voller Sonne, sowie halbschattige Plätze im Gebüsch. Ein richtig ausgesuchter Standort sorgt für Pflegeleichtigkeit (dies gilt für alle Kulturpflanzen im Garten). Man muß die Polsterglockenblume nicht düngen, auch Rückschnitt ist nicht erforderlich (man kann sie aber problemlos zurückschneiden). Gießen braucht man sie nur bei extreme Trockenheit, weil sie sonnst an Blüte verliert.