Diesen Garten in Bremen habe ich im Herbst bepflanzt. Es fehlten nur die Hochstammrosen, die nicht lieferbar waren. Heute morgen habe ich schöne rote Rosen nachträglich eingepflanzt. Ein Lob an die Mieter – sie haben den Garten gut gepflegt und gegossen. Ich habe noch mit Kalk gedüngt, da der Boden im Frühling mit grünem Moos bedeckt war. Die Stauden sind insektenfreundliche Dauerblüher, kombiniert mit Gräser. Im Sommer wird kein Boden mehr zu sehen sein, und die Beete sind pflegeleicht. Darüber freuen sich alle.

Schon wieder zu lange gearbeitet. Im Winter habe ich viele Gartenpläne (Gestaltungskonzepte, Pflanzpläne) gezeichnet. Jetzt haben die Kunden alles vorbereitet und ich bepflanze die Gärten seit 2 Monaten, vergesse Fotos zu machen und arbeite schon wieder viel zu viel. Hier ein paar Fotos.

Schönes Staudenbeet mit Hochstammrosen in Syke
Arbeitsspuren, der Blauregen duftet
Kräuterbeet mit Zwergaprikosen
Ein Hochbeet in Bremen – Findorff nach dem die Kunden fast alles entfernt haben
Foto nach dem ich den Boden umgegraben, mit Kompost angereichert und bepflanzt habe
Ein Vorgarten in Bremen – Neustadt

Staudenbepflanzung

November 26, 2021

Diesen Vorgarten habe ich im Oktober bepflanzt. Leider fehlen hier noch drei Hochstammrosen, die ich in Mai nachpflanzen werde. Da ich gerade den Garten direkt in der Nachbarschaft geplant habe, konnte ich dieses Foto aufnehmen und gucken, ob alle Pflanzen angewachsen sind. Ich habe hier insektenfreundliche Stauden und Gräser gewählt, naturnah und bunt bepflanzt. Die Hochstammrosen (veredelte Bodendeckerrose, die reichlich blüht und robust ist) sollen für etwas Spannung und Struktur sorgen.

Gartenpflege

Mai 16, 2020

Diesen Garten habe ich vor 1,5 Jahren angelegt und pflege den einmal in Monat. Es ist schön zuzusehen, wie der Garten sich entwickelt. Ich lasse viele wild ausgesähte Pflanzen stehen. Diese ergänzen die Beete, und es blühen immer irgendwelche Pflanzen. Was ich beobachtet habe, die Insekten und die Raupen fressen vorzugsweise die wilden Pflanzen, und sie überleben das!

Pflanzplan

Mai 13, 2020

Hier entsteht ein Pflanzplan

Erst habe ich eine Pflanzliste erstellt, jetzt kombiniere ich die Stauden zusammen mit Hochstammrosen. So sieht ein Vorentwurf aus. Später werde ich alles präzise zeichnen und kolorieren. Dann bekommt jeder Fleck eine Farbe, in der die Staude blüht plus einen Symbol und eine Anzahl. Das findet sich wiederum auf der computergefertigte Legende. Dort schreibe ich auch die Farbe, die Höhe, die Pflanzengröße, die Blütezeit, den Preis und paar Anmerkungen. So ist es für die Kunden übersichtlich und und sie wissen auch, was die Pflanzen insgesamt kosten werden. So ein Pflanzplan ist sehr praktisch und eine große Hilfe, besonders wenn man den Garten selbst anlegen möchte.

In dieser Ecke des Gartens scheint die Sonne nur morgens, sonst ist der Platz trocken und schattig. Zum Glück gibt es für solche Standorte geeignete Pflanzen. Hier wächst Günsel (Ajuga reptans), Waldmeister (Galium odoratum), weißrand Funkie (Hosta undulata ‚Albomarginata‘), Storchschnabel (Geranium) und Frauenfarn (Athyrium filix-femina).

Sommerblüte

Juli 17, 2019

Diesen Garten habe ich im letzten Frühjahr zusammen mit meinem Kollegen Max Eith angelegt. Ich habe dazu einen Pflanzkonzept erstellt und den Garten bepflanzt. Jetzt pflege ich den Garten einmal in Monat. Hier ein paar Fotos.

Schattengarten

Juli 4, 2019

Ich finde, man kann schöne und prachtvolle Sonnengärten gestalten, ein Garten im Schatten ist dafür viel spannender. Man geht in diesem auf Entdeckungsreise, man bleibt stehen, man sucht unbewusst nach Etwas und man findet es! Der Sonnengarten ist dafür schön und löst positive Emotionen aus. Am besten man hat beides in eigenem Garten.

Japanischer Ingwer (Myoga)

Oktober 4, 2013

Japanischer Ingwer auf unserem BalkonAuch mein Japanischer Ingwer kommt aus der Rühlemann’s Kräuter und Duftpflanzen Gärtnerei. Er hat gerade geblüht.

Myoga, eine krautige Staude, wächst vor allem in japanischen Hochland, in den gemäßigten Zonen Chinas und den südlichen Teilen Koreas. Es ist vergleichsweise anspruchslose Art, die sogar geringere Fröste (sogar bis -18°C) unbeschadet übersteht. Zieht im Spätherbst ein, und kann dann bis zum Februar/März kühl überwintert werden – wenig gießen in dieser Zeit. Diese Pflanze hat bei Bekannten im Gartenboden überwintert.

Benutzt werden ihre geschmackvollen, fleischigen Wurzeltriebe und ihre essbaren Blütenknospen, welche in der japanischen Küche u. a. zerkleinert oder gewürfelt für Miso-Suppe oder andere Suppen und gebratene Auberginen benutzt werden, die noch zarten, hellen Rhizomenden, die gut nachwachsen. In der koreanischen Küche spießt man Blütenknospen abwechselnd mit Fleischstückchen auf und brät das Ganze. Der Geschmack ist milder und hat eine Spur wie Orangenschalenaroma. In Japan wird auch gerne ein Stück frischer Myoga nach einem besonders harten Arbeitstag gegessen – es soll die Lebensgeister wieder wecken und leicht aphrodisierend wirken!

Haupternte: Spätsommer bis Herbst. Wie Spargel werden die Stiele seitlich direkt unterhalb des Bodens abgestochen. Myoga muss deshalb immer angehäufelt werden, damit sie weiß bleiben und sich nicht grün verfärben. Sobald sich die weiß-gelbe duftende Blüte orchideenartig aufgebreitet hat, kann nicht mehr geerntet werden. Vereinzelte Sorten sind rosa bis hell Pink.  Normalerweise kann bereits an dem dritten Jahr geerntet werden. Durchschnittlich bildet eine Pflanze zwölf bis 20 Blüten.

Myoge-Ingwer mag feuchten Boden. Regelmäßiges Gießen ohne Produzieren von Staunässe ist wichtig. Mulchen fördert die Gesundheit dieser Exotenpflanze. Als Pflanzabstand für Gruppenpflanzungen oder Beete werden 45 x 60 cm empfohlen, Sonne oder Halbschatten sind ideal. Idealerweise hat der Boden einen pH-Wert zwischen 6,1 und 7.8. Vermehrung kann durch Teilen der Wurzelstöcke oder Einsetzen der Knollen/Zwiebeln erfolgen. Bei zu viel Wind können die Stiele leicht abbrechen.

Achtung: Pflanzenteile sind beim Verschlucken giftig!

Ich muß zugeben – bis unser Wasserschlauch geblüt hat, war ich fest davon überzeugt, dass es Wasserpest ist. Unser Teich (Gesamtlänge und -breite 85 x 45 m) wurde vor 20 Jahren in Lettland ausgebaggert. Wir haben ihn der Natur überlassen, damit dort ein natürliches Ökosystem entsteht. Dort hat sich relativ schnell Wasserschlauch (Utricularia vulgaris) angesiedelt. In Deutschland steht die Pflanze auf der Liste der gefährdeten Arten. Wasserschlauch ist unscheinbar und ist eine ständig untergetaucht lebende Pflanze. Aus den buschigen Unterwasserpflanzen entwickeln sich im Sommer lange stabile Stängel, die sich über die Wasseroberfläche erheben. Auf diesen Stängeln entfalten sich mehrere gelbe Blüten, die von Insekten bestäubt werden. Wasserschlauch bildet keine Wurzeln. Im Herbst rollt sich Utricularia vulgaris an einam Ende zu einer Kugel zusammen, trennt sich vom Großteil der Mutterpflanze ab und sinkt auf den Boden des Teiches, während der Rest des Stängels abstirbt. Im Frühjahr entrollt sich der Wasserschlauch wieder. Der Wasserschlauch ist nicht wintergrün und produziert deswegen im Winter keinen Sauerstoff.

Die Besonderheit ist, dass es sich hier um eine fleischfressende Pflanze handelt. Zwischen den Blättern befinden sich kleine helle Kügelchen, die fast wie Sauerstoffbläschen aussehen. Die Fallen arbeiten mittels Unterdruck. Sie produzieren einen Sekret, welches vielen kleinen Unterwassertieren als Nahrung dient und mit dem sie angelockt werden. Kleinste Wasserlebewesen werden in diese Bläschen eingesaugt und anschliessend verdaut. Es werden allerdings nur Unterwassertiere gefangen – zum Beispiel Mückenlarven.

Meist findet man den Wasserschlauch in Moorteichen und teilweise im Sumpf. Dies ist auch bei uns in Lettland der Fall, da hier mooriges Gebiet vorliegt. Er verträgt kein kalkhaltiges Wasser. Neu eingeschleppte Unterwasserpflanzenarten wie beispielsweise die Wasserpest haben den Wasserschlauch weitgehend verdrängt. Auch trug das Verschwinden von Hochmoore, die zu einem Hauptverbreitungsgebiet des Wasserschlauchs gehören, zu diesem Rückgang der Pflanzenpopulation bei.