Als ich den Weg vom Laub befreien wollte (die Fotos habe ich in Dezember aufgenommen), habe ich etwas Spannendes entdeckt. Normalerweise habe ich die kleinen Häufchen Erde auf den Gehwegplatten nicht weiter beachtet… Diesmal habe ich mich gefragt, was die Regenwürmer da tun. Die Steine und Gehwegplatten sind direkt auf der Erde verlegt, wenn man eins davon hoch hebt, findet man immer die Regenwürmer. Aber die Weidenblätter waren bis zu der Hälfte zwischen den Platten verschwunden! Als ich so ein Büschel herauszog, hing da ein Regenwurm daran. Leider kann man das auf den Fotos nicht erkennen, es war schon fast dunkel geworden.

Meine Begeisterung zur Natur hat keine Grenzen, aber hier war ich sehr froh. Es gibt kein Abfall in der Natur, alles wird verdaut und weiter verwendet. Wir könnten so viel von der Natur lernen. Deshalb werde ich dieses Jahr in der Fastenzeit auf Plastik verzichten, in der Hoffnung das ich mich daran gewöhnen werde und dies auch weiter fortsetzen werde. Ich bin 100% sicher, dass es sehr schwer sein wird. Ich merke aber schon jetzt, dass unsere gelbe Tonne fast leer ist:).

Eigene Komposterde

April 12, 2015

Frisch gesiebte Komposterde

Es ist einfacher als man manchmal denkt, eine eigene Komposterde zu erzeugen. Hier auf dem Bild gibt es keine Umrandung oder sowas ähnliches. Es ist ein einfacher Haufen. Bei meißten ist es die Unsicherheit, was tut man da rein und was nicht. Viele sagten mir, Du wirst die Ratten anziehen… Das hat mich erst gewundert, um ehrlich zu sein. Wenn man das richtig macht, kommen keine Ratten.

Also es werden verschiedene Schichten aufeinandergelegt. Man fängt z.B. mit Rasenschnitt an, darüber kommt eine Schicht Erde, dann Küchenabfall (Obst, Gemüse, schlecht gewordene Suppen und Eintöpfe ohne Fleisch und Fisch, im Wasser eingeweichtes Brot usw.), dann wieder Erde, sogenanntes Unkraut und dünnere kleingemachte Zweige. Ab und zu durchgraben. So geht man vor, bis das Laub fällt. Damit können wir eine Schutzschicht für den Winter machen.

Paar wichtige Punkte:

1. Kein Fleisch und Fisch reintun! Das zieht die Ratten an.

2. Der Kompost braucht eine gewisse Feuchtigkeit um verrotten zu können. Wenn der Haufen unter einem Baum liegt, sollte dieser regelmäßig mit Wasser gegossen werden, damit er nicht austrocknet.

3. Ich würde empfehlen kein Kunststoff als Umrandung zu benutzen, da dieser Schadstoffe enthällt.

4. Ideal ist eine Umrandung aus Holz.

5. Grundsätzlich ist alles natürliche am besten. Damit meine ich z.B. Bioprodukte, damit die Komposterde keine Pestizide, Konservierungsstoffe, E-s usw. in eigenem Garten enthällt. Der Rasen sollte mit natürlichem Dünger gedüngt werden.

Natürlich gewachsene Wiese im zweiten Jahr

Natürlich gewachsene Wiese im zweiten Jahr

Erst wollte ich die natürliche Vegetation „Ökowiese“ nennen, aber dies ist mittlerweile ein Modewort und letztendlich nichts anderes als ein natürlicher Prozess. Letztes Jahr wuchsen hier Kirschlorbeer (mehr als 3 m hoch), Hasel und andere Große Sträucher. Als die Wurzeln ausgegraben waren, haben wir dort keinen Rasen ausgesäht, sondern die freie Fläche sich selbst überlassen. Dies ist das Ergebnis: Nach kurzer Zeit siedelten sich einjährige und ein paar mehrjährige Pflanzen an, später kamen weitere mehrjährige Pflanzen dazu. Ein Jahr später wächst hier einjähriges Springkraut, die restlichen Pflanzen sind mehrjährig.

Ich bevorzuge die natürliche Vegetation statt Rasen nicht weil dies heutzutage aktuell ist, die Gärten ökologisch zu gestalten, sondern weil ich mit diese Form ausschließlich gute Erfahrungen gemacht habe.

Schöne Blumen, geringer AufwandDie Gründe hiefür sind:

1) es ist einfach – man braucht nur die Erde zu begradigen und warten (kein Gießen, kein unerwünschtes Kräuter-Jäten, geringe Investitionen)

2) es gibt immer schöne Überraschungen (bunte Blumen, robuste Vegetation)

3) der Pflegeaufwand ist gering (selten mähen, kein Gießen)

Bei Interesse biete meine Erfahrungen für die Gestaltung natürlicher Gärten gerne an.

Es ist schon merkwürdig – ich wohne seit 2004 in Deutschland und jetzt teste ich einen Humus-konzentrat aus meiner Heimatstadt Rezekne in Lettland. Buchstäblich: ich mische die Bremer Erde mit der Erde vom See in Rezekne… Es fühlt sich gut an, nicht weil das die Erde aus Lettland ist, sondern weil sie sich so angenehm anfühlt und duftet.

Zum Produkt: Das Humus-Konzentrat ist ein natürlicher mineralorganischer Komplex, der sich vor über tausende Jahren als Folge der langsamen Zersetzung von Flora und Fauna der Süßwasserseen gebildet hat. Spezifische Mikroflora und Enzyme, die im Humus-Konzentrat enthalten sind, sind in der Lage sogar einen „Toten Boden“ wiederzubeleben und eine fruchtbare humusreiche Erde hervorzubringen.

Das Produkt hat mehr als 75 % organische Substanz, deshalb erhält man beim Mischen mit ausgelaugten Böden aller Art, sowie mit Sandböden, eine vitaminreiche, fruchtbare Bodenschicht, die mehrere Jahre wirkt.

Alle Komponenten des Humus-Konzentrats sowie das Produkt selbst sind als Natur- und Umweltfreundlich zertifiziert. Dies entspricht den Normen der EU, der USA und Japan. Bei der Herstellung werden keine chemischen Komponenten verwendet. Humus-Konzentrat ist nicht wasserlöslich und wird nicht aus dem Boden durch Bewässerung oder Regen ausgewaschen. Das Schöne dabei ist – man mischt das Konzentrat in den Boden ein, und dies bleibt 3-5 Jahre aktiv, was weniger Arbeit bedeutet. Am Ende ist das Konzentrat sogar extrem preiswert. Noch ein Plus – im Gegensatz zu Mist, organischen Düngemitteln und Kompost enthält Humus-Konzentrat keine Unkrautsamen, keine Pestizide, Nuklide und Schwermetalle. Der Inhalt des Produktes hemmt sogar die Vermehrung von pathogenen Mikroorganismen im Boden.

Ich muß sagen, dass ich von diesem Produkt sebst sehr überzeugt bin. Ich arbeite viel im Gärten, bin aber ein Freund der Effektivität (schöne Pflanzen) und weniger Arbeit. Humus-Konzentrat rezuziert sogar den Wasserverbrauch!

Fragt mich weiter, ich beantworte Fragen hierzu sehr gerne!