Fertig!

Mai 13, 2019

Nach fast 3 Wochen Arbeit, ist die Außenanlage von Orange House in Bremen fertig geworden. Wir haben 50 m Staketenzaun gesetzt, eine 30 m lange Hainbuchenhecke gepflanzt, mehrere Sträucher, Stauden, Kräuter gesetzt und einen Streifen Bienenweide ausgesäht. Zum Schluss kamen noch 7 T Rindenmulch darauf.

Dieser Garten sollte komplett umgestaltet werden, aber die Pflanzen, die sich von Natur aus dort ausgesät haben, mussten erhalten bleiben. Erst habe ich einen Gestaltungsplan gezeichnet. Im November fand der Umbau statt. Ich werde im Frühjahr einige naturnahe Stauden und Sträucher pflanzen. Die Pflanzen, die auf den Fotos zu sehen sind, sind alle aus dem Bestand, fast alle umgepflanzt und kräftig zurückgeschnitten. Zusätzlich habe ich 500 Blumenzwiebeln gesetzt.

Bei der Umsetzung hat mir Kollege Lutz Evers geholfen. So sieht es im hinteren Teil aus:

Im Vorgarten und an der Hauswand:

Schönere Fotos kommen noch;)

 

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Das hier ist ein Gewöhnlicher Pfeifenstrauch (Philadelphus Coronarius). Den schneide ich alle 3 Jahre radikal herunter. Er war fast 3 m hoch (Jetzt etwa 50 cm). Nach dieser Aktion wird er gut wieder austreiben, blühen wird er erst nächstes Jahr prächtig.

Grundsätzlich lassen sich die meisten Sträucher gut zurückzuschneiden. Die neuen Triebe sind frisch und gesund. In manchen Gärten, wo länger nichts zurückgeschnitten wurde oder viel zu hoch, hilft so ein Schnitt auch sehr gut. Manchmal muss man jedoch aufpassen, wenn viele abgestorbene und verkümmerte Zweige dazwischen sind. Dann haben die Gartenbesitzer Angst, dass es zu „nackt“ sein wird (oder wegen Sichtschutz). In solchen Fällen dünne ich die Sträucher aus, schneide manche Zweige tiefer ab, lasse welche länger. Dann treibt der Strauch im Frühling schön aus, wirkt natürlich und verliert kaum an seiner Größe.

Allerdings nicht alle Sträucher mögen solchen Rückschnitt. Z.B. Chinesischer Blumen-Hartriegel. Dieser Strauch bildet eine sehr schöne Wuchsform, diese kann mit Rückschnitt zerstört werden. Auch lassen sich nicht alle Sträucher in gleicher Jahreszeit zurückzuschneiden. Die Schmetterlingsflieder  (Buddleja) z. B. werden im Februar (nach dem Frost) zurückgeschnitten. Das mit Rosen kennt ja jeder, März ist gute Zeit dafür, auch Buchsbäume schneidet man am besten im Frühjahr (im Sommer ist die Gefahr, dass die angeschnittene Stellen in der Sonne verbrennen). Das sind nur paar Beispiele.

Fazit – keine Angst von Zurückschneiden, aber vorher nachlesen oder Spezialisten fragen, ob und wann der Strauch am besten zurückgeschnitten wird. Als Landschaftsarchitektin (und auch viele Gärtner) schneide ich viel und gerne zurück. Oft haben die Gartenbesitzer Angst, sie rufen mich aber im Sommer an und bedanken sich oft dafür:). Neulich stand ein Gartenbesitzer neben mir und lachte: „Die Mut muss man haben!“

 

Bepflanzter BlumentopfIm Frühling werden wieder sehr viele Blumentöpfe und Kübel bepflanzt. Ich bevorzuge aber größere Pflanzgefäße, in denen man Sträucher und Bäume in Kombination mit Blumen einpflanzen kann. In diesen habe ich einen kompakt wachsenden Gartenjasmin, eine Akelei und ein paar Zwiebelblumen eingesetzt. Wenn die  Zwiebelblumen verblüht sind, dann blüht die Akelei und der Gartenjasmin, der auch nach dem Verblühen schön ist. So hat man das ganze Jahr etwas davon.