Rasen

Mai 10, 2020

Etwa eine Woche nach dem Aussähen Ende April

Dieses Frühjahr habe ich ziemlich viel Rasen ausgesäht. Manchmal machen sich die Kunden Sorgen, dass der Rasen nicht schnell genug keimt. Das hängt aber von paar Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit/ Nässe, Boden ab. Gerade ist aber sehr gute Zeit um Rasen auszusähen. Nachts ist es nicht mehr so kalt, es regnet nicht genug, man kann aber giessen und wenn der Boden mit Komposterde oder natürlichem Dünger nachgebessert wurde, keimen die Sahmen in Mai sehr schnell. Bei zu schwerem Boden sollte man mit Sand nachhelfen. Der Rasen ist eine sehr zimperlige und pflegebedürftige Kultur. Wer einen perfekten Rasen anlegt, hat für immer Sorgen und Arbeit. Am Ende lohnt es sich doch.

Naturgarten

Juni 8, 2019

Diesen Garten anzulegen hat es mir viel Spaß gemacht. Die Kundin wollte, dass ich ihn komplett neu plane und anlege. Alle Pflanzen, auch die Wildblumen, sollten behalten werden. Den Rasen habe ich im November ausgesäht, es brauchte viel Geduld bis sich dieser in Mai die volle Schönheit (mit blühende Mohnblumen) entfalten konnte. Jetzt sieht es sehr schön und natürlich aus. Auch im Rasen dürfen alle wild gewachsene Pflanzen bleiben. Es wird gemäht, mal regenmäßig, mal nicht. Auch die Schmetterlinge, Bienen, andere Insekten und die Vögel freuen sich. Als ich letztes Mal dort Gartenpflege durchgeführt habe, kam auch ein grüner Specht zum Besuch, den ich durch den Umbau nicht vertrieben habe.

Natürliches Planen und Gärtnern ist und bleibt die schönste und harmonischte Art den Garten anzulegen. Aus einem einfachem Grund – das schadet niemanden! Dadurch bleiben auch wir als Gartenbesitzer gesund und glücklich.

Rasen dieses Jahr…

Oktober 9, 2018

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Normalerweise war es grün… Jetzt ist es stellenweise nackt. Viele fragen, was jetzt?

Wer einen natürlichen Garten besitzt, würde ich sagen – abwarten. Oder etwas nachsähen, düngen und Komposterde aufbringen. Da die Erde noch durch und durch trocken ist, wird es lange dauern, bis sie wieder bis zu tieferen Schichten durchfeuchtet wird. Dafür müsste es regnen. Einerseits freuen sich viele, dass es so einen schönen Sommer gab, andererseits reden alle überall, wo man sich trifft, dass es viel zu trocken ist, dass der Garten den Regen braucht. Obstbäume haben viele Früchte, bevor sie noch reif werden konnten, heruntergeworfen (Sparmaßnahme). Auf den Apfelbäumen wurden die Äpfel faul (wieder zu wenig Flüssigkeit). Aber am meißten hat der Rasen gelitten. Es ist eine zimperlige Kultur, die Pflege bedarf.

Viele Gartenbesitzer lassen jetzt den Rasen neu anlegen und eine Bewässerungsanlage einzubauen. Wir müssen uns anpassen, weil die Natur sich verändert. Es kommt immer mehr zu extreme Situationen und Wetterlagen, die auch länger anhalten. Der einfachere Weg ist Naturgarten – beobachten, die Pflanzen die im Garten einsiedeln da lassen. Pflegen, recyclen (kompostieren), Solarenergie nutzen, Regenwasser sammeln, einheimische Pflanzen in Gestaltung benutzen, einjährige Blumen für Bienen aussähen und vieles mehr. Wer eine natürliche Vegetation als Rasen hat, hat gute Karten, die überlebt die Extremwetterlagen. Eigentlich einfach und pflegeleicht;)

Grünes Grass im BlumentopfVielleicht. Eigentlich habe ich im Herst diesen Blumentopf mit einer halbtoten Blume in den Wintergarten gestellt. In Laufe der Zeit wuchs dieser voll mit einjährigem Gras. Ich finde es schön. Jetzt ist erst Januar, und bei mir im Wintergarten blüht neben den Kräutern ein schöner Rasen….

Natürlich gewachsene Wiese im zweiten Jahr

Natürlich gewachsene Wiese im zweiten Jahr

Erst wollte ich die natürliche Vegetation „Ökowiese“ nennen, aber dies ist mittlerweile ein Modewort und letztendlich nichts anderes als ein natürlicher Prozess. Letztes Jahr wuchsen hier Kirschlorbeer (mehr als 3 m hoch), Hasel und andere Große Sträucher. Als die Wurzeln ausgegraben waren, haben wir dort keinen Rasen ausgesäht, sondern die freie Fläche sich selbst überlassen. Dies ist das Ergebnis: Nach kurzer Zeit siedelten sich einjährige und ein paar mehrjährige Pflanzen an, später kamen weitere mehrjährige Pflanzen dazu. Ein Jahr später wächst hier einjähriges Springkraut, die restlichen Pflanzen sind mehrjährig.

Ich bevorzuge die natürliche Vegetation statt Rasen nicht weil dies heutzutage aktuell ist, die Gärten ökologisch zu gestalten, sondern weil ich mit diese Form ausschließlich gute Erfahrungen gemacht habe.

Schöne Blumen, geringer AufwandDie Gründe hiefür sind:

1) es ist einfach – man braucht nur die Erde zu begradigen und warten (kein Gießen, kein unerwünschtes Kräuter-Jäten, geringe Investitionen)

2) es gibt immer schöne Überraschungen (bunte Blumen, robuste Vegetation)

3) der Pflegeaufwand ist gering (selten mähen, kein Gießen)

Bei Interesse biete meine Erfahrungen für die Gestaltung natürlicher Gärten gerne an.