Die Venusfliegenfalle ist eine fleischfressende Pflanze aus der Familie Sonnentaugewächse. Sie besitzt schnellbewegende Fangfallen (Klappfallen), in denen es nach Nektar duftet. Dies lockt Insekten an, die dann von der Pflanze gefangen und verdaut werden.

Die Venusfliegenfalle ist eine ausdauernde, langsamwachsende Pflanze, die bedingt winterhart ist (minimal -5°C, in Einzelfällen kann sie auch -10°C aushalten). Sie blüht im dritten bis vierten Lebensjahr. Die Pflanze bildet im Frühjahr einen bis zu 30 Zentimeter hohen Stängel aus, der verhindert, dass Bestäuber in die Fallen gelangen und verdaut werden. Dieser Stängel trägt mehrere weiße radiäre zwittrige Blüten, die fünfzählig sind und einen Durchmesser von bis zu drei Zentimetern haben. Jede Blüte hat fünf grünliche Kelchblätter (Sepalen) und fünf nicht überlappende, weiße Kronblätter (Petalen). Im Herbst zieht die Pflanze zurück, im Frühjahr treibt sie wieder aus.

Da dies eine Sumpfflanze ist, braucht sie reichlich kalkfreies Gieswasser (am besten Regenwasser). Gegossen wird im Untersetzer.

Man kann sie auch im Moorbeet auspflanzen. Ansonnsten ist auch ein Fensterbankplatz gut. Wenn Sie die Pflanze umtopfen wollen, müssen Sie Spezialerde für fleischfressende Pflanzen nehmen. Umtopfen fördert das Wachstum.

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Ich muß zugeben – bis unser Wasserschlauch geblüt hat, war ich fest davon überzeugt, dass es Wasserpest ist. Unser Teich (Gesamtlänge und -breite 85 x 45 m) wurde vor 20 Jahren in Lettland ausgebaggert. Wir haben ihn der Natur überlassen, damit dort ein natürliches Ökosystem entsteht. Dort hat sich relativ schnell Wasserschlauch (Utricularia vulgaris) angesiedelt. In Deutschland steht die Pflanze auf der Liste der gefährdeten Arten. Wasserschlauch ist unscheinbar und ist eine ständig untergetaucht lebende Pflanze. Aus den buschigen Unterwasserpflanzen entwickeln sich im Sommer lange stabile Stängel, die sich über die Wasseroberfläche erheben. Auf diesen Stängeln entfalten sich mehrere gelbe Blüten, die von Insekten bestäubt werden. Wasserschlauch bildet keine Wurzeln. Im Herbst rollt sich Utricularia vulgaris an einam Ende zu einer Kugel zusammen, trennt sich vom Großteil der Mutterpflanze ab und sinkt auf den Boden des Teiches, während der Rest des Stängels abstirbt. Im Frühjahr entrollt sich der Wasserschlauch wieder. Der Wasserschlauch ist nicht wintergrün und produziert deswegen im Winter keinen Sauerstoff.

Die Besonderheit ist, dass es sich hier um eine fleischfressende Pflanze handelt. Zwischen den Blättern befinden sich kleine helle Kügelchen, die fast wie Sauerstoffbläschen aussehen. Die Fallen arbeiten mittels Unterdruck. Sie produzieren einen Sekret, welches vielen kleinen Unterwassertieren als Nahrung dient und mit dem sie angelockt werden. Kleinste Wasserlebewesen werden in diese Bläschen eingesaugt und anschliessend verdaut. Es werden allerdings nur Unterwassertiere gefangen – zum Beispiel Mückenlarven.

Meist findet man den Wasserschlauch in Moorteichen und teilweise im Sumpf. Dies ist auch bei uns in Lettland der Fall, da hier mooriges Gebiet vorliegt. Er verträgt kein kalkhaltiges Wasser. Neu eingeschleppte Unterwasserpflanzenarten wie beispielsweise die Wasserpest haben den Wasserschlauch weitgehend verdrängt. Auch trug das Verschwinden von Hochmoore, die zu einem Hauptverbreitungsgebiet des Wasserschlauchs gehören, zu diesem Rückgang der Pflanzenpopulation bei.