Das Foto ist schrecklich! Ich weiß nicht viel über Buchsbaumzünsler, dieses hier war aber überraschend. Ich habe heute morgen bei den Kunden den kaputten Buchsbaum entfernt. Da ich ihn nicht entsorgen konnte, standen 2 Säcke voll vor meiner Haustür. Abgesehen davon, dass mein Auto voll mit Buchsbaumzülsler Raupen war, krochen welche aus den Gartensäcken heraus und kamen nicht weit. Die Ameisen stürzten sich darauf! Der Buchsbaumzünsler ist hier nicht heimisch. Trotzdem verfüttern die Meisen die Raupen an deren Kinder, soviel ich weiß, nur einen Bruchteil. Sonst hat er keine Feinde, ausser wie ich es heute erfahren habe Ameisen!

Mein Buchsbaum

Februar 28, 2019

Neulich wurde ich gefragt, was aus meinem Buchsbaum geworden ist… Dann schreibe ich die Antwort direkt hier. Er sieht ziemlich ramponiert aus:

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Wie bei vielen Gartenbesitzern, wurde auch mein Buchsbaum vom Buchsbaumzünsler befallen. Andere Buchsbäume (eine witzige Hecke vom Vorbesitzer, die ich eigentlich behalten wollte) hat der wahrscheinlich aus Asien eingeschleppter Schädling vernichtet.

Ich werde im März den Buchsbaum etwas stärker zurückschneiden und nach überwinternden Buchsbaumzünsler suchen. Leider ist dieser schwer zu entdecken. Frisst nicht nur Blätter und Neuaustrieb, sondern knabbert auch die Rinde an. Fängt versteckt in der Mitte des Strauches an zu fressen. Man bemerkt ihn oft erst gar nicht, so hat er Zeit sich wiederholt zu vermehren.

Ansonsten hat der Strauch paar Katzenkämpfe und Klettereien der Kinder überstanden. Ich habe Stauden ausgepflanzt, die mit der schattigen Lage und Trockenheit gut auskommen. Erst werden aber die Zwiebelblumen blühen (Tulpen, Narzissen, Riesenlauch).

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Das hier ist ein Gewöhnlicher Pfeifenstrauch (Philadelphus Coronarius). Den schneide ich alle 3 Jahre radikal herunter. Er war fast 3 m hoch (Jetzt etwa 50 cm). Nach dieser Aktion wird er gut wieder austreiben, blühen wird er erst nächstes Jahr prächtig.

Grundsätzlich lassen sich die meisten Sträucher gut zurückzuschneiden. Die neuen Triebe sind frisch und gesund. In manchen Gärten, wo länger nichts zurückgeschnitten wurde oder viel zu hoch, hilft so ein Schnitt auch sehr gut. Manchmal muss man jedoch aufpassen, wenn viele abgestorbene und verkümmerte Zweige dazwischen sind. Dann haben die Gartenbesitzer Angst, dass es zu „nackt“ sein wird (oder wegen Sichtschutz). In solchen Fällen dünne ich die Sträucher aus, schneide manche Zweige tiefer ab, lasse welche länger. Dann treibt der Strauch im Frühling schön aus, wirkt natürlich und verliert kaum an seiner Größe.

Allerdings nicht alle Sträucher mögen solchen Rückschnitt. Z.B. Chinesischer Blumen-Hartriegel. Dieser Strauch bildet eine sehr schöne Wuchsform, diese kann mit Rückschnitt zerstört werden. Auch lassen sich nicht alle Sträucher in gleicher Jahreszeit zurückzuschneiden. Die Schmetterlingsflieder  (Buddleja) z. B. werden im Februar (nach dem Frost) zurückgeschnitten. Das mit Rosen kennt ja jeder, März ist gute Zeit dafür, auch Buchsbäume schneidet man am besten im Frühjahr (im Sommer ist die Gefahr, dass die angeschnittene Stellen in der Sonne verbrennen). Das sind nur paar Beispiele.

Fazit – keine Angst von Zurückschneiden, aber vorher nachlesen oder Spezialisten fragen, ob und wann der Strauch am besten zurückgeschnitten wird. Als Landschaftsarchitektin (und auch viele Gärtner) schneide ich viel und gerne zurück. Oft haben die Gartenbesitzer Angst, sie rufen mich aber im Sommer an und bedanken sich oft dafür:). Neulich stand ein Gartenbesitzer neben mir und lachte: „Die Mut muss man haben!“

 

Buchsbaum Fortsetzung

März 10, 2015

Buchsbaum, März 2015So sieht mein Buchsbaum jetzt aus. Ich habe etwas Erde mit Humus aus einem See in Lettland aufgebracht und Katzenminze dazu gepflanzt.  Meine Katze hat sich sofort auf die Katzenminze gestürzt. Vor etwa 10 Jahren habe ich in einer Staudengärtnerei gefragt, was die Staude mit der Katze zu tun hat. Mir wurde geantwortet: „Nichts!“ Man kann nie dem Gesagten trauen.

 

Buchsbaum im Frühling

Mein Buchsbaum hat sich nicht verändert. Ich glaube er steht noch unter Schock. Ich habe für ihn neue Gesellen gesetzt, die Lauchzwiebeln. Im Vordergrund wächst Farn, der aktuell noch recht klein ist.

Experiment Buchsbaum

September 27, 2012

Eigentlich sollte er weg. Als mein Mann den 2 m hohen Buchsbaum, aus deren Mitte Feuerdorn und ein alter Baumstamm ragte, „rücksichtslos“ zurückgeschnitten hat, hat mich das allerdings sehr insperiert. Es stellte sich heraus, dass es eigentlich zwei krummgeformte Buchsbäume sind. Den alten Baumstamm und den Feuerdorn mit zahlreichen Wurzeln haben wir entfernt. Das Ergebnis seht ihr hier. Die Buchsbäume werde ich zu Bonsais formen. Ich bin schon gespannt, wie es im nächsten Sommer aussieht, aber ich habe da schon einige schöne Ideen. Das was ihr auf dem Foto nicht sehen könnt, ist ein zugewucherter Fleck Erde.

Alternative zum Adventskranz

November 27, 2011

Dieses Jahr wollte ich keinen traditionellen Anventskranz binden. So bin ich in unser Garten  gegangen und habe dort die Beeren der Stechpalme (Ilex aquifolium) und ein paar Zweige vom Buchsbaum (Buxus sempervirens) abgeschnitten. Die Tannenzweige habe ich aus dem Park geholt (einen von der Gemeinen Fichte (Picea abies) und einen von der Weisstanne (Abies alba)).

Anschliessend habe ich die Zweige in kleinere Einheiten geschnitten (bis ca. 6 cm lang) und sie dann auf einem silbernen Tablett zwischen 4 unterschiedlich große Kerzen angeordnet. In die Tannen habe ich Ilexbeeren und Buchsbaumzweige gesteckt. Dabei habe ich viel weniger Material gebraucht als für den traditionellen Adventskranz im vorherigen Jahr.

Wenn ich Gärten für Kunden plane oder sie berate, fällt es mir leicht über giftige und ungiftige Pflanzen zu reden. Manche Menschen wollen giftige Pflanzen nicht in ihren Gärten sehen. Die Großeltern sind die schlimmsten – sie sagen: „Ich bekomme einmal pro Monat Besuch von meine Enkelkinder, und ich habe gehört, dass diese Pflanze giftig ist. Ich möchte sie nicht in meinem Garten!“  Dabei gibt es auch viele Pflanzen, die giftige Stoffe enthalten und die wir uns aus unseren Gärten nicht wegdenken können,  zum Beispiel ist dies bei Buchsbaum oder bei der Kartoffel der Fall.

Meiner Meinung nach ist es die Aufgabe der Eltern und Großeltern, den Kindern beizubringen, welche Pflanzen giftig sind und welche ungefährlich, bevor man sie rausreißt. Grundsätzlich ist es scheinnbar einfacher einen „kindersicheren“ Garten zu bauen, als den Kindern den Umgang mit den Pflanzen beizubringen. Aber es lohnt sich, den Kindern genau dies näher zu bringen!  Kinder sind neugierig und möchten vieles erfahren, sie saugen Wissen auf wie ein Schwamm und finden es spannend, wenn man ihnen über einzelne Pflanzen neues erzählt. Sie werden dadurch auch später vorsichtiger und selbständiger im Umgang mit der Natur.

In unserem eigenen Garten wächst überall Fingerhut (Digitalis purpurea), der 2007 als Giftpflanze des Jahres gekröhnt wurde. Alle Pflanzenteile sind hochgiftig, besonders die Blätter. Es gibt leider viele Pflanzenarten, die giftig sind. Eine Vergiftung kann dadurch eintreten, dass das Pflanzenmaterial durch den Mund in den Verdauungstrackt gelangt. Manche Pflanzen können auch durch Berührung zu Hautirritationen führen. Vergiftung durch Pflanzensaft bei Berührung kann bei nur wenigen Pflanzen wie z.B. Eisesnhut auftreten (Taubheitsgefüll). Hier nenne ich nur ein paar Beispiele von Pflanzen, die sehr oft gepflanzt werden und giftige Pflanzenteile enthalten:

  • alle Pflanzenteile: Buchsbaum (Buxus sempervirens), Christrose (Helleborus niger), Efeu (Hedera helix), Eisenhut (Aconitum napellus), Goldregen (Laburnum anagyroides), Rhododendron (Rhododendron spp.), Rittersporn (Delphinium elatum)
  • Blätter: Alpenveilchen (Cyclamen spp.), Holunder (Sambucus spp.), Kirschlorbeer (Prunus laurocerassus), Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Samen: Apricose (Prunus armeniaca), Blauregen (Wisteria sinensis), Kirschlorbeer (Prunus laurocerassus)
  • Blüten: Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Blätter, Zweige: Aubergine (Solanum melongena), Dieffenbachien (Dieffenbachia spp.), Eibe (Taxus baccata), Holunder (Sambucus spp.), Kartoffel (Solanum tuberosum), Oleander (Nerium oleander), Tomate (Solanum lycopersicum)

Bei meinem eigenen Kind muss ich allerdings derzeit noch mehr aufpassen als erklären, da mein Sohn  noch sehr klein ist. Aber das ist nicht nur im Garten der Fall, sondern z.B. auch im Haus, am Wasser, auf dem Spielplatz oder auf dem Balkon. Die Babys verstehen noch nichts, sie forschen, und das erste Sinnesorgan ist die Zunge – sie stecken alles in den Mund und dabei muss man so oder so sehr aufpassen. Das gilt für alles im Garten, nicht nur die Pflanzen.

Wenn Sie in Ihrem eigenen Garten bedenken haben und nicht wissen, ob bestimmte Pflanzen schädlich sein können, berate ich Sie dazu gerne.