Am 18. Juli um 17:00 werde ich einen Vortrag über Giftpflanzen im Garten und Kinder halten. Der Vortrag findet im Lokal Bremen (offenes Wohnzimmer für alle) auf der Münchener Strasse 58 in Bremen stattt. Kinder dürfen selbstverständlich mit. Die Veranstalltung ist kostenlos, es wird aber um kleine Spenden gebeten.

In diesem Vortrag werden wir Giftpflanzen besprechen und uns mit deren Heilwirkung auseinandersetzen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Umgang mit Giftpflanzen in Gärten, in denen sich kleine
Kinder aufhalten.

Wie bringe ich meinem Kind bei, welchen Pflanzen es sich problemlos nähern darf und welche gefährlich sein können? Muss ich alle giftigen und dornigen/stacheligen Pflanzen aus dem Garten entfernen?

Diese Veranstaltung ist besonders gut für Eltern und Großeltern geeignet, in deren Garten sich regelmäßig Kinder aufhalten. Auch in der Natur / in der Stadt /neben Spielplätze gibt es giftige Pflanzen.

Leymann Baustoffe in Langwedel

September 25, 2012

Wieder ist es so weit – heute berate ich die Kunden von Leymann Baustoffe in Langwedel bezüglich Gartenplanung. Wenn Interesse besteht, kommen Sie doch einfach vorbei! Die Adresse finden Sie unter:

http://www.leymann-baustoffe.de/index.php?id=111

Hecken pflanzen und pflegen

Dezember 2, 2011

Ich bin stelle gerade einen Kurs über Hecken zusammen, den ich später an der Volkshochsschule anbieten möchte. Diese Idee hatte ich als ich ein Jahr lang bei einer Baumschule im Verkauf und in der Beratung gearbeitet habe. Viele wollten Heckenpflanzen kaufen und wussten nicht, wie man dabei vorgeht und welche Pflanzen dafür besser geeignet sind.

Die Heckenpflanzung fängt wie immer mit der Planung an. Wofür wird die Hecke benötigt und welche Ausmaße soll sie haben? Danach kann man entscheiden, ob sie immergrün, sommergrün/wintergrün, geschnitten, freiwachsend oder gar eine andere Alternative sein soll. Dann sucht man die Pflanzen aus und rechnet die Menge aus. Auch den Preis sollte man nicht aus den Augen verlieren. Jüngere Pflanzen und schnellwachsende Sorten sind z.B. günstiger.

Optimale Pflanzzeit ist von Ende September bis Oktober bei Ballen- und wurzelnackten Pflanzen. Grundsätzlich ist die Pflanzung bis in den Mai hinein möglich. Kontainerpflanzen können das ganze Jahr (ausser Frosttage) gepflanzt werden.

Balkonbepflanzung

Juli 13, 2011

Heute wird viel über Biodiversität gesprochen. Das können Sie auch auf Ihrem Balkon erreichen, in dem Sie viele Pflanzen zusammen pflanzen. Die Regel ist – der Standort und der Boden muß zu den Pflanzen passen.

Viele zusammen gepflanzte Pflanzen sind widerstandsfähiger, sehen natürlich und schön aus und sind weniger anfällig gegen Krankheiten und Schädlinge. Hier habe ich in einem großen Topf Walderdbeeren (Fragaria vesca), Lavendel (Lavandula angustifolia), Sonnenhut (Echinacea) und Knoblauch (Allium sativum) gepflanzt. Knoblauch habe ich deshalb eingepflanzt um die Erdbeeren vor Schädlinge (in diesem Fall gegen Blattläuse) zu schützen. Sie mögen den Knoblauchgeruch nicht. Auch Lavendel mögen die Blattläuse nicht. Noch ein Vorteil – Sie können am Sommerende Knoblauch ernten. Jede im Frühling eingepflanzte Knoblauchzehe ergibt im August eine große Knoblauchzwiebel.

Die traditionelle Balkonkisten Bepflanzung habe ich mit Kornblumenwiese ersetzt.

Wenn ich Gärten für Kunden plane oder sie berate, fällt es mir leicht über giftige und ungiftige Pflanzen zu reden. Manche Menschen wollen giftige Pflanzen nicht in ihren Gärten sehen. Die Großeltern sind die schlimmsten – sie sagen: „Ich bekomme einmal pro Monat Besuch von meine Enkelkinder, und ich habe gehört, dass diese Pflanze giftig ist. Ich möchte sie nicht in meinem Garten!“  Dabei gibt es auch viele Pflanzen, die giftige Stoffe enthalten und die wir uns aus unseren Gärten nicht wegdenken können,  zum Beispiel ist dies bei Buchsbaum oder bei der Kartoffel der Fall.

Meiner Meinung nach ist es die Aufgabe der Eltern und Großeltern, den Kindern beizubringen, welche Pflanzen giftig sind und welche ungefährlich, bevor man sie rausreißt. Grundsätzlich ist es scheinnbar einfacher einen „kindersicheren“ Garten zu bauen, als den Kindern den Umgang mit den Pflanzen beizubringen. Aber es lohnt sich, den Kindern genau dies näher zu bringen!  Kinder sind neugierig und möchten vieles erfahren, sie saugen Wissen auf wie ein Schwamm und finden es spannend, wenn man ihnen über einzelne Pflanzen neues erzählt. Sie werden dadurch auch später vorsichtiger und selbständiger im Umgang mit der Natur.

In unserem eigenen Garten wächst überall Fingerhut (Digitalis purpurea), der 2007 als Giftpflanze des Jahres gekröhnt wurde. Alle Pflanzenteile sind hochgiftig, besonders die Blätter. Es gibt leider viele Pflanzenarten, die giftig sind. Eine Vergiftung kann dadurch eintreten, dass das Pflanzenmaterial durch den Mund in den Verdauungstrackt gelangt. Manche Pflanzen können auch durch Berührung zu Hautirritationen führen. Vergiftung durch Pflanzensaft bei Berührung kann bei nur wenigen Pflanzen wie z.B. Eisesnhut auftreten (Taubheitsgefüll). Hier nenne ich nur ein paar Beispiele von Pflanzen, die sehr oft gepflanzt werden und giftige Pflanzenteile enthalten:

  • alle Pflanzenteile: Buchsbaum (Buxus sempervirens), Christrose (Helleborus niger), Efeu (Hedera helix), Eisenhut (Aconitum napellus), Goldregen (Laburnum anagyroides), Rhododendron (Rhododendron spp.), Rittersporn (Delphinium elatum)
  • Blätter: Alpenveilchen (Cyclamen spp.), Holunder (Sambucus spp.), Kirschlorbeer (Prunus laurocerassus), Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Samen: Apricose (Prunus armeniaca), Blauregen (Wisteria sinensis), Kirschlorbeer (Prunus laurocerassus)
  • Blüten: Maiglöckchen (Convallaria majalis)
  • Blätter, Zweige: Aubergine (Solanum melongena), Dieffenbachien (Dieffenbachia spp.), Eibe (Taxus baccata), Holunder (Sambucus spp.), Kartoffel (Solanum tuberosum), Oleander (Nerium oleander), Tomate (Solanum lycopersicum)

Bei meinem eigenen Kind muss ich allerdings derzeit noch mehr aufpassen als erklären, da mein Sohn  noch sehr klein ist. Aber das ist nicht nur im Garten der Fall, sondern z.B. auch im Haus, am Wasser, auf dem Spielplatz oder auf dem Balkon. Die Babys verstehen noch nichts, sie forschen, und das erste Sinnesorgan ist die Zunge – sie stecken alles in den Mund und dabei muss man so oder so sehr aufpassen. Das gilt für alles im Garten, nicht nur die Pflanzen.

Wenn Sie in Ihrem eigenen Garten bedenken haben und nicht wissen, ob bestimmte Pflanzen schädlich sein können, berate ich Sie dazu gerne.